Saison 2013/2014


19.06.
2014


Was haben diese beiden Menschen nur gemeinsam?

Klar – Beide beeindrucken durch in freier Wildbahn nur noch selten anzutreffende Anmut, gepaart mit schlichter Eleganz!

Beide sollen, so hört man immer wieder, darüber hinaus auf ganz unterschiedliche
Weise von der Natur besonders beschenkt worden sein.

Aber beide verbindet noch weitaus mehr!

Sie dominieren in diesem Jahr den Schachbezirk Frankfurt V: ein in der BvK-Historie bislang einmaliges Ereignis.

Während es FM Jochen Wege gelang, den Titel des Blitz-Bezirksmeisters, in einem unglaublich stark besetzten Turnier, zu erkämpfen, setzte Schachfreund Markus Koch mit dem Gewinn des Bezirksmeister-Titels im Normalschach im Rahmen der Frankfurter Stadtmeisterschaft ein Ausrufezeichen.

Selbstverständlich überlassen wir die finale schachhistorische Einordnung beider BvK-Erfolge dem kundigen Leser und sehen von einer Bewertung dieser Erfolge für den Schachbezirk Frankfurt ab.





04.06.
2014


So nicht!
vom Präsident ohne Wenn und Aber

Brett vorm Kopp 3: Mit Superdampf im Klassenkampf

Das Vorwort:

Nun ja, man hat es schließlich so gewollt. Und uns aufgezwungen: das Schicksalsspiel gegen die Schachfreunde 3. Wiewohl unsere Mannschaft ihre unbedingte Suprematie schon im ersten Treffen bewiesen hatte, nötigte uns die Spielleitung wegen gleicher Mannschafts- und Brettpunkte zum ultimativen Kräftemessen auf neutralem Niederräder Boden. Die Dritte gegen die Dritte, mannschafts- und brettpunktgleich, Mann für Mann, Auge in Auge. Auf Augenhöhe, so hätte man vermuten mögen. Wie man sich täuschen kann.

Das Resümee:

So nicht! Mit einem nicht nur in der Höhe, sondern auch im Ergebnis deutlichen Sieg von 7-1, der durchaus hätte höher ausfallen können und von Hans A. auch so schon im weiten Vorfeld erwartet worden ist, wehrte die ruhmreiche Dritte des ruhmreichen Frankfurter Vorzeigeklubs Brett vorm Kopp den Versuch erfolgreich ab, in das Schachnirwana verstoßen zu werden. Wehrte? Eigentlich war es ein Stupsen, aber wer hätte das ahnen mögen (außer Hans.)

Vor dem Spiel:

Übrigens genossen wir es sehr, alle Bretter und Uhren schon beim obligatorischen  Eintrudeln spielbereit aufgestellt und aufgezogen zu sehen. Niederrad, so stellten wir fest, das will für Rennbahnferne, erstmal gefunden sein. Und die Goldsteinstraße sowieso, wenn ein Marathon den Verkehr behindert. Von der nominellen Stärke her sollte unser Gegner eigentlich kaum Chancen haben, doch blieb die Frage offen, wie heftig ein so großer Verein nachzurüsten in der Lage sein würde.

Antwort: Es hielt sich in Grenzen. Brett 1 bis 5 waren mit genannten Spielern besetzt, Bock (gegen Hans), Reichel (g. Thomas), Grötzinger (g, Markus), Bergmann (g. Ernst) und Staeger (g. Joachim), von 6 - 8 spielten Roggensack (g. Winnie), Goetz (g. Frank) und Buller (g. Peter Höhne). Peter Wer? Nach den Absagen von Tilo, Benno und Peter Neu, hat nicht nur Frank (prima!) sich bereit erklärt zu spielen, sondern Ernst noch ein Talent aus seinem Hut gezaubert, für den erst knapp 24 Stunden vorher am hellen Samstag, die Spielgenehmigung einlief. Letzteres ist eher obligat, aber was dieser Ernst für Leute kennt, sollte man doch wohlwollen kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen. Wenn es Ernst ist, kann man sich nicht beklagen.

Während des Spiels
:
Jetzt aber zu den Spielen, von denen ich nie so viel mitkriege, weil ich a) keine Zeit hab. Und b) mich nicht auskenne, was da passiert mit den vielen komischen Figuren auf den Brettern. Thomas hat mit einem Figurenopfer seinen Gegner angeblich im 4. Zug vor (selbst-)angeblich unlösbare Probleme gestellt. Es war noch keine Stunde gespielt, da stand es schon mal 1-0. Anders als sonst, blieb Thomas sogar noch etwas da. Der zweite Punkt ließ auf sich warten, doch sah es rundherum (um mich) gut aus. Bei mir fast allein hielt sich der Optimismus in Grenzen. Peters Gegner lief dafür in eine Gabel, was bekanntlich schmerzhaft ist, und gab nach knapp zwei Stunden auf (2-0). In der vierten Stunde, als es ringsum nur gute Stellungen gab, remisierte ich in einer mittlerweile mindestens ausgeglichenen Stellung (2,5-0,5). Aber um mich kümmerte sich eh niemand, weil bei Frank das Brett lichterloh brannte. Eine blinde Sekunde, es können auch drei gewesen sein, hat ihn den Sieg gekostet. Mit einem Turm weniger aber fünf Bauern mehr willigte er ins Remis. 3-1. Wofür ihn Fritz 10 ausgelacht haben sollt.

That’s Schach. Das 4-1 besorgte Hans durch den Erdrückungstod, das 5-1 war Folge der Zwei-bis Drei-Bauern-Mehrheit von Joachim. Dann versteifte sich auch Ernst aufs Würgen und erquetschte sich ein echtes Schmachmatt, bevor in der 5. Stunde der sich öfter – und nicht ganz zu Unrecht – über die Lautstärke beschwerende Gegner von Markus endlich die Ruhe fand, die er zu brauchen erregt vorgab, und prompt eine Figur einstellte.

Nach dem Spiel: Gingen wir heim, was sonst? Bis zur nächsten Saison, sagte Joachim. Da schließen wir uns an.







11.04.
2014


Jubiläum – 10 Jahre Brett vom Kopp
in der Oberliga!

von Jochen

Ein Rückblick in die Saison 2003/2004. In der Besetzung Wege, Karabalis, Wendel, T. Reschke, Arold, Berning, Rüger, Vollmar, Ochs wird Brett vorm Kopp mit einer Bilanz von 17:1 souveräner Meister der Hessenliga. Erstmals Oberliga! Angesichts der harten Konkurrenz, teilweise mit Halbprofis gespickt, war klar: es würde schwierig, sich lange dort zu behaupten. Doch zehn Jahre ununterbrochen sind wir mittlerweile dabei – Zeit für einen kleinen Rückblick.



2004/2005

Nach dem Abgang von Thomas mussten wir lange um den Klassenerhalt zittern. Erst ein 4:4 gegen Hungen/Lich am letzten Spieltag sichert uns den Ligaverbleib.
8:14 Punkte, Platz 9.

2005/2006

Boris und Hans spielen in der Saison nur noch eine Partie, dafür kommen Christoph Schild und Bernhard Kettler. Unter anderem wegen dieser beiden spielt BvK eine grandiose Saison un verballert den Aufstieg erst in den letzten drei Spielen.
15:7 Punkte, Platz 2.

2006/2007

Holger geht und Goldfasan zieht sich zurück, dafür kommt Ludovic Carmeille. Zudem erhält Peter Günther, der in der Vorsaison mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machte, einen Platz in der Ersten. In einer recht unaufgeregten Saison glänzt er mit +5.
11:11 Punkte, Platz 5.

2007/2008

Christoph spielt nicht mehr, dafür kommt mit Peter Staller ein sehr solider Spieler für das Spitzenbrett. Befürchtungen ob seiner Disziplin erfüllen sich nicht: er erweist sich in den Jahren bei uns als zuverlässiger und hilfsbereiter Mannschaftsspieler. Wieder sicheres Mittelfeld.
12:10 Punkte, Platz 5.

2008/2009


Bernhard geht, dafür spielt Goldfasan wieder. Mit einem kleinen Kader auskommend landen wir viele knappe Siege und können lange vom Aufstieg träumen. Doch Niederlagen in der letzten Doppelrunde lassen uns die Saison mal wieder als Vizemeister beenden.
16:6 Punkte, Platz 2.

2009/2010


Peter S. geht, Thomas Schwenkreis kommt. Mit seinen 8,5/11 schleppt er einige formschwache Spieler durch und trägt großen Anteil am diesmal recht knappen Klassenerhalt.
9:13 Punkte, Platz 8.

2010/2011

Leider geht unser Franzose und Goldfasan zieht sich erneut zurück. Dafür rückt Hessenkoch in die Erste auf und Johannes Engel spielt als Stammspieler. Bis zur 8. Runde bleiben wir ungeschlagen und beenden die Saison im oberen Mittelfeld.
13:9 Punkte, Platz 5.

2011/2012

Da Angelo wieder pausiert, benötigen wir in dieser Saison viele Ersatzspieler. Wieder haben wir weder mit Auf- noch Abstieg etwas zu tun und landen wieder im oberen Mittelfeld.
13:9 Punkte, Platz 5.

2012/2013


Mit Leon De Visser und Juri Holvason verstärken uns zwei junge Spieler, die in ihrer ersten Saison voll einschlagen. Dennoch müssen wir bis zum letzten Spieltag zittern. Ein Kantersieg gegen Marburg bringt uns den Klassenerhalt – und befördert Marburg in die Hessenliga.
9:13 Punkte, Platz 6.

2013/2014

Wieder müssen wir uns nach unten orientieren. Doch auf unseren Lieblingsgegner Gießen (obgleich nominell immer stärker als wir, konnten sie uns nie bezwingen) war wieder Verlass: in der 9. Runde können wir uns entscheidend vom Tabellenkeller absetzen.
11:11 Punkte, Platz 7.




Und noch ein paar sinnfreie Daten
für unsere Statistikfreunde:


Die meisten Partien:
Jochen Wege (104)

Die meisten Punkte (nach akribischer Recherche):
Erhard Rüger (51)

Die zweitmeisten Punkte:

Harilos Karabalis, Stefan Wendel (je 48,5)

Längste Serie ohne Niederlage:
Stefan Wendel, 12 Partien, 2009/2 – 2010/2

Längste Serie ohne Sieg:
Jochen Wege, 18 Partien, 2005/6 – 2007/1

Längste Serie ohne Remis:
Juri Holvason, 15 Partien, 2012/1 – 2013/5

Hoffe, ich hab nichts übersehen.
Auf die nächsten 10 Jahre!!






08.04.
2014
Saisonabschluss
von Jochen


Eine recht unspektakuläre Saison. Zwar mussten wir ein wenig zittern, doch am Schluss ist doch immer wieder auf uns Verlass: wenn der Aufstieg winkt, werden ein paar Niederlagen eingestreut, bei drohendem Abstieg eben ein paar Siege.

Mit den Auswärtsfahrten hätte es schlimmer kommen können, bloß die Einzelrunde in Gera war extrem lästig. Die Hoffnung bzw. Erwartung, in der nächsten Saison eine Ostmannschaft weniger in der Staffel zu haben (nichts gegen euch persönlich, Leute!), erfüllten sich nicht (wenn ich das System richtig verstanden habe): durch den Klassenerhalt Schönecks in der 2. Liga bleibt uns Jena erhalten.


Zur Einzelkritik:

Harilos Karabalis
Es war klar, am Spitzenbrett würde es hart für unseren Neu-FM werden. Hielt sich achtbar.
+1 =3 -6 25%

Juri Holvason
Bei Juris scharfem Spielstil ist leider das Risiko drin, dass es auch öfters mal nach hinten losgeht. Immerhin brav weitergekämpft und das Resultat am Schluss etwas verbessert.
+0 =2 -6 13%

Markus Koch
Auch Markus hatte schon bessere Saisons. Immerhin, die wichtigste Partie gewann er.
+1 =5 -3 39%

Leon de Visser
Bravo! Gegen starke Gegnerschaft einen deutlich positiven Score erzielt. Weiterhin zu höheren Aufgaben berufen.
+4 =3 -2 61%

Stefan Wendel
So ungefähr haben wir uns das vorgestellt. Ein solides Plus gegen eine nur knapp schwächere Gegnerschaft.
+4 =5 -1 65%

Jochen Wege
Wieder ein ganz schwacher Start. Ab Runde 5 schaffte er die Trendwende.
+5 =3 -2 65%

Peter Günther
Das lief überhaupt nicht rund.
+4 =1 -6 41%

Thomas Schwenkreis
Auch Thomas war schonmal besser in Form.
+4 =4 -3 55%

Erhard Rüger
Dreimal Schwarz, dreimal offener Sizilianer, dreimal verloren. Französisch ist auch eine schöne Eröffnung…
+2 =0 -3 40%

Helmut Nimsch
Durfte am Debakel gegen Heusenstamm mitwirken.
+0 =0 -1 0%

Gulsana Barpiyeva

Kurzfristig fürs Auswärtsspiel in Gera eingesprungen, Auto zur Verfügung gestellt, gepunktet. Vorbildlich.
+1 =0 -0 100%

Joachim Waffenschmidt
Auch er gewann die wichtigste Partie.
+1 =0 -1 50%

Johannes Engel
Gerne wieder öfters!
+1 =0 -0 100%






07.04.
2014
1. Mannschaft / Runde 10 und 11
von Jochen


Über den Dächern von Halle

Recht entspannt konnten wir der letzten Doppelrunde entgegensehen. Einmal sollten wir sicherheitshalber noch punkten, dann sollte der Klassenerhalt auch theoretisch eingetütet sein. Da sich die Suche nach zwei Fahrern als knifflig erwies (Thomas war bereits in Leipzig), mieteten wir diesmal fürs Wochenende einen 7-Sitzer. Kommt kostenmäßig ungefähr aufs gleiche raus wie mit zwei Autos zu fahren.

Ursprünglich war vorgesehen, dass Harilos direkt vom Urlaub zum Schach kommt. Das scheiterte an den Nachwirkungen des Pilotenstreiks. Daher fuhr er mit uns von Frankfurt und wir mussten Gulsana zu Hause lassen; angesichts von Erhards miserabler Schwarz- und Gulsanas eher suboptimalen Weißbilanz war angedacht, sie am Samstag und Erhard am Sonntag spielen zu lassen.

Spiellokal war ein Konferenzraum in einer Bank, von dort aus hatte man eine schöne Aussicht über die Stadt. Die gar nicht so hässlich ist, wie Hessenkoch auf dem Weg dorthin prognostizierte.


10. Spieltag: Sangerhausen 3–5 BvK
 1 Strache,Michael        1 : 0 Karabalis,Harilos       1
 2 Hillmann,Michael       1 : 0 Koch,Markus             3
 3 Guenther,Christian     0 : 1 De Visser,Leon          4
 4 Richter,Dustin         0 : 1 Wendel,Stephan          5
 5 Heyder,Florian         0 : 1 Wege,Jochen             6
 6 Engelmann,Jakob        0 : 1 Guenther,Peter          7
 7 Buerckner,Georg        0 : 1 Schwenkreis,Thomas      9
 8 Duchrow,Oliver         1 : 0 Rueger,Erhard          10

Wenig überraschend trat Sangerhausen mit den Spielern der Setzlistenplätze 1-8 an (in der ganzen Saison wurde nur zweimal ein Ersatzspieler benötigt), und die junge, sympathische Truppe ist für ihre gute Vorbereitung bekannt.

Dennoch, schon letzte Saison hatte es zu siebt schon für uns zu einem 4,5 gereicht, da sollte mit 8 Leuten doch mehr drin sein.

„Das hatte ich schon gegen Kortschnoi auf dem Brett, um 1970 in Amsterdam!“ So der Kommentar von Burkhard Malich (Halle), als Jochens Gegner die Becker-Variante gegen Königsgambit wählte. Freudig ließ sich Jochen auch noch den Sf3 wegholzen und erlangte starke Initiative. Unter Rückgabe der Mehrfigur konnte der Gegner zwar die Damen tauschen, die resultierende Stellung war aber hoffnungslos. Zu Beginn der 2. Halbzeit konnte Jochen in die Kneipe Fußball schauen.
1:0

Auch Harilos kam noch rechtzeitig zum Fußball. In unterentwickelter Stellung öffnete er die Stellung. Das war ein wenig optimistisch.
0:1

Bei Thomas wurden bereits ausgangs der Eröffnung die Damen getauscht. Er verfügte über die bessere Bauernstruktur und das Läuferpaar, dafür hatte der Gegner Initiative. Doch die erwies sich als nur temporär und Thomas konnte sich bald durchsetzen.
1:0

Endlich gewann auch mal wieder Peter. Geschickt brachte er seinen Gegner eingangs des Mittelspiels aus dessen Vorbereitung und zeigte anschließend einfach größeres Positionsverständnis.
1:0

Eine interessante Materialverteilung gab es bei Leon zu sehen: Er hatte die Dame gegen drei Leichtfiguren. Ausschlaggebend waren letztendlich die schlechte Koordination der gegnerischen Kräfte sowie zwei Extrabauern.
1:0

Einen schönen Sizilianer hatte Jesus auf dem Brett. Nach und nach überspielte er seinen Gegner, doch kurz vor dem 40. Zug verlor er den Faden und die Partie. Schade!
0:1

Nach der Eröffnung rechnete ich bei Stefan mit baldigem Friedenschluss. Doch im Mittelspiel konnte er sich einige Bauern schnappen und in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln.
1:0

Markus kam gegen den Trompowski-Aufbau schlecht zurecht. Es sah zwar so aus, als könne er sich im Turmendspiel retten, doch der Gegner spielte sauber und ließ Koch keine Chance.
0:1

5:3. Wie schon im letzten Mannschaftskampf gegen Gießen kein einziges Remis.



Abends inspizierten wir Thomas‘ Restaurant in Leipzig. Toller Laden.
Ein Jammer, dass er ein wenig suboptimal läuft.

11. Spieltag: BvK 4–4 Halle
 1 Karabalis,Harilos      ½ : ½ Becker,Michael          1
 3 Koch,Markus            ½ : ½ Hoepfl,Thomas           2
 4 De Visser,Leon         ½ : ½ Malich,Burkhard,Dr.     3
 5 Wendel,Stephan         ½ : ½ Reipsch,Jens            4
 6 Wege,Jochen            ½ : ½ Pichler,Manfred,Dr.     7
 7 Guenther,Peter         0 : 1 Hartwig,Maik            8
 9 Schwenkreis,Thomas     ½ : ½ Neukirch,Detlef        10
10 Rueger,Erhard          1 : 0 Hentzgen,Thomas        11

Beim Kampf um die Goldene Ananas war die Luft war bei beiden Mannschaften raus, das war deutlich zu spüren. An den meisten Bretter boten die Hallenser früh remis an.

Stefan akzeptierte.
½:½

Harilos akzeptierte.
½:½

Kurze Zeit später auch Leon.
½:½

Jochen lehnte zunächst ab und erlangte eine schöne Stellung. Die er jedoch schnell hinrichtete. Bevor der Gegner auf dumme Ideen bezüglich auf Gewinn spielen kam:
½:½

Etwas gefährdet stand zwischenzeitlich Markus. Aber auch hier gab es eine weitere Punkteteilung.
½:½

Thomas konnte durch eine kleine Kombination zwei Bauern gewinnen, jedoch flog einer gleich wieder weg und der Gegner verfügte über einen gefährlichen Freibauern am Damenflügel. Letztendlich löste sich alles in ein remises Turmendspiel auf.
½:½

Noch auf der Hinfahrt hatten wir diskutiert, ob 1.a3 oder 1.b3 besser ist. Und kamen zum Ergebnis 1.a3. Peter spielte 1.b3 – und fiel ausgangs der Eröffnung einem taktischen Trick zum Opfer, der auf der Fesselung des Damenspringers basierte. Die Stellung bot auch überhaupt keine Betrugsmöglichkeiten.
0:1

Einen versöhnlichen Saisonabschluss gab’s für Erhard. Komplikationen im Mittelspiel führten mit etwas Stellungsglück zu einem Endspiel mit glatter Mehrqualität.
1:0

4:4. Leistungsgerecht.






23.03.
2014
Hessische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2014
von Jochen



Podestplatz!

So die Vorgabe unseres Kapitäns, als wir am 23. März zur Hessischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft nach Gelnhausen aufbrachen. Wir, das waren Jochen, Stefan, Hessenkoch, Jesus und als Maskottchen Bagatschov.

Nun, nach ca. sechs gespielten Runden mussten wir das Ziel ein wenig korrigieren. Es nahmen insgesamt 23 Mannschaften teil. Der Bildschirm, der nach jeder Runde die aktuelle Tabelle anzeigte, listete die Mannschaften auf den Plätzen 1-17 auf. Wir waren NICHT dabei. Nein, nicht dass wir schon gegen die ganzen Favoriten verloren hätten; es waren Schachgroßmächte wie Gelnhausen und Dettingen, die einfach eine Nummer zu groß für uns waren.

Immerhin, ab dann lief es einigermaßen. Gegen die Spitzenmannschaften war unser Ergebnis gar nicht so übel, die Punkte haben wir am Anfang liegen gelassen. Vielleicht ist für BvK sogar ein von Hessenkoch anvisierter Podestplatz möglich, dann muss aber alles passen: jeder gut in Form, keine Dummheiten gegen schwächere Mannschaften sowie etwas Glück gegen die stärkeren.

Jochen war gut in Form und gab am Spitzenbrett nur 4,5 Punkte ab. Stefan, Hessenkoch und Jesus holten um die 50%, während Thommy sich im Punktesammeln etwas zurückhielt (allerdings setzte er auch recht häufig aus).

So wurde es am Ende Platz 8. War ein nettes Turnier, viele Bekannte getroffen. Etwas irritiert war ich von der Start- und Preisgeldpolitik. 20 Euro Startgeld (bei 23 teilnehmenden Mannschaften), 260 Euro wurden ausgeschüttet, Essen und Getränke waren auch nicht gerade Schnäppchen, und das bei einem offiziellen Verbandsturnier – möge sich jeder ein Urteil bilden.

Vorgabe für nächstes Jahr: 2 Mannschaften entsenden – und Podestplatz erringen!

Platz Team Bez TWZ S R N MP BP
1 SV 1920 Hofheim 7 2371 20 0 2 40 - 4 73,0 - 15,0
2 Sfr.Schöneck 4 2286 17 4 1 38 - 6 69,0 - 19,0
3 SK 1858 Gießen 5 2375 18 1 3 37 - 7 64,5 - 23,5
4 Sfr.Neuberg 2 4 2291 16 3 3 35 - 9 62,0 - 26,0
5 Sfr.Neuberg 1 4 2210 15 3 4 33 - 11 59,5 - 28,5
6 SC 1961 König Nied 7 2134 13 3 6 29 - 15 51,5 - 36,5
7 FB Mörlenbach/Birkenau 10 2181 11 6 5 28 - 16 50,0 - 38,0
8 SC Brett vor'm Kopp Ffm 5 2171 11 5 6 27 - 17 51,5 - 36,5
9 SK 1980 Gernsheim 6 2018 12 2 8 26 - 18 47,5 - 40,5
10 Schachforum Darmstadt 6 1954 11 3 8 25 - 19 44,0 - 44,0
11 Sges Bensheim 1931 10 2192 9 5 8 23 - 21 45,5 - 42,5
12 SK Bad Sooden-Allendorf 1 2031 8 4 10 20 - 24 37,0 - 51,0
13 SK Bad Homburg 1927 5 2081 7 5 10 19 - 25 41,5 - 46,5
14 Sfr.Dettingen 1950 4 2053 7 5 10 19 - 25 37,0 - 51,0
15 VSG 1880 Offenbach 4 2133 8 2 12 18 - 26 41,5 - 46,5
16 SC 1934 Gelnhausen 1 4 2102 5 6 11 16 - 28 38,5 - 49,5
17 SVG Eppstein 1932 7 2037 6 2 14 14 - 30 37,0 - 51,0
18 SC Frankfurt West 7 2068 5 4 13 14 - 30 33,5 - 54,5
19 SK Niederbrechen 1948 9 1935 4 5 13 13 - 31 37,5 - 50,5
20 SC Kaufungen 1 1909 3 5 14 11 - 33 23,0 - 65,0
21 SK Langen 6 2196 2 6 14 10 - 34 30,5 - 57,5
22 SG Turm Idstein 8 1954 4 2 16 10 34 26,0 62,0
23 SC 1934 Gelnhausen 2 4 1776 0 1 21 1 43 11,0 77,0






16.03.
2014
1. Mannschaft / Runde 9
von Jochen


Bigpoint
Bvk–Gießen 5 – 3

 1 Karabalis,Harilos      0 : 1 Donchenko,Alexander     1
 3 Koch,Markus            1 : 0 Legde,Georg             2
 5 Wendel,Stephan         1 : 0 Donchenko,Anatoly       4
 6 Wege,Jochen            1 : 0 Konrad,Lutz,Dr.         8
 7 Guenther,Peter         0 : 1 Sehrt,Juergen           9
 9 Schwenkreis,Thomas     0 : 1 Eckhardt,Thorsten      10
11 Waffenschmidt,Joachim  1 : 0 Henzelmann,Klaus       12
13 Engel,Johannes         1 : 0 Kessler,Soeren         14

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Oberursel (wo ist eigentlich der Bericht? Ist man einmal nicht da..) galt es dringlich, gegen Gießen zu punkten. Obgleich die Mittelhessen nominell favorisiert sind, unser Lieblingsgegner: in bislang fünf Aufeinandertreffen in der Oberliga haben wir noch keinen Mannschaftskampf verloren. Im Sinne des Klassenerhalts sollte die Serie halten.

Diesmal mussten wir Leon und Juri ersetzen. Jesus gelang es nicht, dem Internet unfallfrei den richtigen Spieltermin zu entnehmen und legte sich direkt vor dem Spiel eine Nachtschicht. So griff ich auf Angelo zurück, der sich netterweise freigehalten hatte. Aber auch die Gießener traten ausnahmsweise gegen uns mal nicht in Bestbesetzung an. Zwar spielten beide Donchenkos, doch dafür mussten sie ihre komplette Mittelachse ersetzen.

Schnell war Harilos fertig. Im frühen Mittelspiel führten Komplikationen zu entscheidendem Materialverlust.
0:1

Nach einer kleinen Kombination erlangte Jochen aus der Eröffnung heraus ein klar besseres Endspiel. Das konnte er recht leicht zum Sieg führen.
1:0

Angelo opferte früh einen Bauern für langanhaltende Initiative. Am Ende schlug er mit einem hübschen Opferangriff am Damenflügel durch.
1:0

Bei Peter läuft es derzeit überhaupt nicht. Er übersah einen einfachen taktischen Witz, der einen Bauern kostete bei schlechter Stellung. Schon die dritte Niederlage in Folge.
0:1

Die Stellung von Markus machte nach der Eröffnung einen passiven Eindruck. Doch wer das Läuferpaar hat, hat die Zukunft: nach und nach erweckten seine Figuren zum Leben und er gewann Material.
1:0

Eine sehr unterhaltsame Partie spielte Joe. Die Stellungsbeurteilung wechselte recht häufig. Schließlich kam ein Endspiel zustande, in dem Joe die Dame gegen Turm und Leichtfigur hatte. Er wickelte in ein anscheinend gewonnenes Springerendspiel ab.
1:0

Eine angenehm zu spielende Stellung hatte Thomas. Dann verlor er zunächst den Faden, später entscheidend Material.
0:1

Zum Held des Tages avancierte beim Stand von 4:3 Stefan. Nach einer Stunde hatten wir alle die Partie abgehakt – er sah sich unangenehmem Stellungsdruck ausgesetzt ohne jegliches Gegenspiel. Doch er hielt aus und fand in einem studienartigen Turm-Leichtfigurenendspiel unglaubliche Ressourcen.
1:0





23.02.
2014
1. Mannschaft / Runde 8
ohne Bericht, da Jochen nicht mitspielte
Bvk–Oberursel 3½ – 4½

1 Karabalis,Harilos      1 : 0 Margolin,Boris          1   
2 Holvason,Juri ½ : ½ Dubiel,Jacek 2
3 Koch,Markus ½ : ½ Schlamp,Robert 3
5 Wendel,Stephan ½ : ½ Haubt,Georg 4
7 Guenther,Peter 0 : 1 Koller,Jens 5
9 Schwenkreis,Thomas 1 : 0 Oparaugo,Thomas 8
10 Rueger,Erhard 0 : 1 Nichols,Marc 10
11 Waffenschmidt,Joachim 0 : 1 Thieme,Hans 15





20.01.
2014
1. Mannschaft / Runde 6 und 7
von Jochen


Pflicht
Bvk–Offenbach 5 – 3

1 Karabalis,Harilos      ½ : ½ Michaelsen,Nils         2   
2 Holvason,Juri ½ : ½ Goreacinic,Dmitri 3
3 Koch,Markus ½ : ½ Cordes,Hans-Joerg,Dr. 5
4 De Visser,Leon 1 : 0 Roosen,Holger 6
5 Wendel,Stephan ½ : ½ Jakel,Wolfgang 8
6 Wege,Jochen 1 : 0 Mueller,Thorsten 9
7 Guenther,Peter 1 : 0 Hoehn,Michael 12
9 Schwenkreis,Thomas 0 : 1 Trumpp,Lothar 13

Die zweite Doppelrunde trug unser Reisepartner in Heusenstamm aus. Leider in einem anderen Spiellokal, nicht in der Nähe einer S-Bahn-Station. Und wie schon in der ersten Runde gab es wieder keinen Kaffee. Das ist nicht gut, Leute! Immerhin war ich clever genug, an beiden Tagen bereits zuhause vor dem Kampf eine Kanne zu trinken, um den Koffeinspiegel hochzuhalten.


6. Spieltag: BvK - Offenbach


Gegen Offenbach musste angesichts der kommenden Gegnerschaft dringend ein Sieg her. Und die Chancen standen gut: zwar gaben unsere Gegner keine kampflosen ab, aber die Aufstellung war nicht so stark wie befürchtet.

Früh wurden an Stefans Brett die Punkte geteilt. Ausgangs der Eröffnung wurde viel Material weggeholzt, das Endspiel war total ausgeglichen.
½:½

Jochen spielte gegen französisch anspruchslos; dank mangelnder gegnerischer Aktivität konnte er sich aber Hoffnung machen, den schwachen gegnerischen Wilfried auszunutzen.
Bevor es soweit kam, stellte sein Gegner einen ganzen Klotz ein.
1:0

Peter stand nach der Eröffnung grauenhaft. Dann jedoch brachte sein Gegner nach und nach seine Spielstärke aufs Brett.
1:0

Leon setzte seinen guten Lauf fort. Er leitete aus einer positionell besseren Stellung in ein kompliziertes Endspiel über, das er schlussendlich gewann.
1:0

Überhaupt keine Probleme sah ich bei der Position von Hessenkoch. Bis ich auf die Idee kam, mal die Bauern nachzuzählen, da ging zwischendurch einer über Bord. Das Geschenk kam jedoch postwendend zurück.
½:½

Eine gute Partie spielte Harilos. Aus einer wolgaähnlichen Struktur erlante er im Mittelspiel Initiative, nur knapp konnte sich der Gegner ins Remis retten.
½:½

Wie schon so oft in der Saison, hatte Juri zunächst komfortablen Raumvorteil, später bei knapper Zeit eine gedrückte Stellung. Doch diesmal gab es für den Gegner kein Durchkommen.
½:½

Damit gelang es den ersten drei Brettern, ihre Gesamtpunktzahl zu verdoppeln. Respekt!

Wie üblich war die Stellung bei Thomas chaotisch. Er übersah eine Taktik, wonach ihm seine unsichere Königsstellung zum Verhängnis wurde.
0:1

5:3. Ganz wichtig.



Kür
Mörlenbach-Birkenau – BvK 6½ – 1½
1 Kunin,Vitaly           1 : 0 Karabalis,Harilos       1   
2 Galdunts,Sergey 1 : 0 Holvason,Juri 2
4 Boehmer,Christian ½ : ½ Koch,Markus 3
5 Felgendreher,Heiko 1 : 0 De Visser,Leon 4
6 Klings,Peter ½ : ½ Wendel,Stephan 5
7 Schaefer,Michael ½ : ½ Wege,Jochen 6
8 Wohlfart,Paulus,Dr. 1 : 0 Guenther,Peter 7
11 Schiffer,Steve 1 : 0 Schwenkreis,Thomas 9

7. Spieltag: Mörlenbach - BvK

Am Sonntag dann ging es gegen den Aufstiegsaspiranten Mörlenbach. Vorne mit 2 GMs besetzt, galt es also für uns, wieder unsere starke Mittelachse zum Einsatz zu bringen. Dies gelang nicht so richtig.

Wieder war die Partie bei Stefan schnell beendet. Aus der Eröffnung holte er nichts heraus und begnügte sich mit der Punkteteilung.
½:½

Eine schöne Angriffsstellung hatte Harilos auf dem Brett. 1. Haken: die Damen waren schon getauscht. 2. Haken: Zwischendurch ging ein Turm über Bord. Da halfen auch die zwei Bauern + Aktivität nichts.
0:1

Einen Rückschlag gab es für Leon. In schlechterer Stellung startete er einen Königsangriff. Der schlug nicht durch und es blieb eine Minusfigur übrig.
0:1

Eine glatte Gewinnstellung (wenn ich das richtig gesehen habe) hatte Peter auf dem Brett. Er ließ sich leider taktisch beschummeln.
0:1

Juri musste sich im Mittelspiel eines gefährlichen Königsangriffs erwehren. Dies gelang zwar, doch dabei ging eine Qualität verloren.
0:1

Auch Hessenkochs Stellung sah nach der Zeitkontrolle angesichts der deutlich aktiver postierten Figuren des Gegners schlecht aus. Dieser scheute jedoch das Risiko.
½:½'

Nach kompliziertem Eröffnungsverlauf erreichte Jochen ein leicht bessseren Turm-Leichtfigurenendspiel. In dem er bald einen Bauern einstellte. Knapp konnte er die Stellung noch zum Remis führen.
½:½

Lange versuchte sich Thomas an Ergebniskorrektur in einem Endspiel, in dem er über eine Mehrfigur gegen drei Bauern verfügte. Leider überzog er am Schluss.
0:1

Danke, Kassel





30.12.
2013
Schlechte Nachrichten für die 3. Mannschaft
Ligaticker

30.12.2013: Zur Ergebniskorrektur in Runde 4:
Der an Brett 5 eingesetzte Spieler wird wiederholt ohne gültige Spielberechtigung eingesetzt.

Eine mehrfach angeforderte, aktuelle Mitgliederliste wurde nicht vorgelegt.

Da dies auch schon in der vergangenen Saison in gleicher Angelegenheit der Fall war, darf der Spieler "bergh" ab sofort und solange nicht eingesetzt werden, bis der Turnierleitung vor einem nächsten geplanten Einsatz anhand einer aktuellen DSB Mitgliederliste (nicht DWZ-Liste!) nachgewiesen wurde, das der Spieler beim Verband gemeldet wurde. Der Verein erhält dann für diesen Spieler eine vorläufige Spielberechtigung durch die Turnierleitung, die immer dann vorzulegen ist, wenn der Spieler eingesetzt werden sollte.

Die Mannschaftsführer der Gegner sind hiermit aufgefordert diese Spielberechtigung anhand dieser speziellen Spielberechtigung zu prüfen.

Die Spielberichtskarte weist zudem Umstimmigkeiten mit der tatsächlichen Aufstellung auf, so wie sie aus den Partieformularen hervorgeht. Das Team Brett vorm Kopp 3 erhält daher eine Verwarnung.

Eine weitere Verwarnung führt zum Ausschluss aus dem Spielbetrieb der laufenden Saison und wird den übergeordneten Turnier- und Staffelleitern zur weiteren Veranlassung gemeldet.
________________________________________________________________________

30.12.2013: Zur Ergebniskorrektur in Runde 3:
SC Bad Nauheim 3 - BvK Ffm 3, Brett 8.

Der Spieler "bergh" wird wie schon in der vergangenen Saison ohne Spielberechtigung eingesetzt und alle Partien ab diesem Brett sind für die Gäste verloren (und hat hier keine weitere Auswirkung auf das Endergebnis)






15.12.
2013
1. Mannschaft / Runde 5
von Jochen

© Markus Unger from Vienna, Austria

Adlervirus besiegt
SV 1861 Liebschwitz - Bvk 2½-5½

SV 1861 Liebschwitz      2½-5½ BvK Frankfurt               
1 du Maire,Jerome 1 : 0 Holvason,Juri 2
2 Zeidler,Andreas 1 : 0 Koch,Markus 3
4 Gerhardt,Frank 0 : 1 De Visser,Leon 4
5 Kastner,Peter ½ : ½ Wendel,Stephan 5
6 Weiss,Werner 0 : 1 Wege,Jochen 6
7 Biel,Maik 0 : 1 Guenther,Peter 7
9 Mueller,Gunther 0 : 1 Schwenkreis,Thomas 9
10 Meissner,Steffen 0 : 1 Barpiyeva,Gulsana

Die Organisation unseres Auswärtsspiel in Gera erwies sich als recht schwierig. Eine Pension zu finden war diesmal kein Problem (leider hatte sie keine so schöne Kneipe angeschlossen wie die in Kassel). Nach langem Hin und Her war dann auch das Fahrtechnische geklärt: Harilos klärte sich dazu bereit, einen Kleinbus zu mieten. Alles prima – bis Donnerstag. Dann fiel Harilos aus. Inklusive Kleinbus. Mmpf.

Zwei Tage vorm Spiel jemanden für ein Wochenende in Gera zu erwärmen: ich war nicht optimistisch. Doch Gulsana erklärte sich bereit. Und stellte, neben Stefan, sogar ihr Auto zur Verfügung. Vielen herzlichen Dank!

Nach einigen Stunden Spielzeit errinnerte der Kampf ein wenig an unseren letzten Auftritt gegen Jena. Wieder sah es am ersten Brett nicht gut aus (ganz so schlimm wie gegen Jena war es natürlich nicht…), doch ansonsten sah es nicht so aus, als würden wir eine der verbliebenen Partien verlieren. Das bereitete gewisse Sorge. Wieder der Adlervirus?


Bei Stefan war überhaupt nichts los. Aus der Eröffnung heraus wurde viel Holz getauscht und in einer übersichtlichen Stellung Remis vereinbart.
½:½

Markus war erst Sonntag früh mit dem Zug angereist und überrascht, mit den schwarzen Steinen antreten zu müssen. In etwa ausgeglichener Stellung postierte er seine Figuren unglücklich und musste bald darauf aufgeben.
0:1

Eine saubere Vorstellung zeigte mal wieder Leon. Nach und nach schnürte er seinen Gegner immer mehr ein, als Lohn sprangen schließlich zwei Mehrbauern heraus.
1:0

Eine gute Vorstellung zeigte auch Peter. In einem Königsinder platzierte er seine Figuren geschickter als sein Gegner und lancierte einen Mattangriff.
1:0

Auch Thomas war wieder erfolgreich. Er erspielte sich nach und nach eine deutlich bessere Stellung, kurz vor dem 40. ging sein Gegner über die Zeit.
1:0

Juri hatte in der Eröffnung einen Zentralbauern für langfristigen Angriff gegeben. Bedauerlicherweise schlug dieser nicht durch. Respekt für seinen weiterhin praktizierten scharfen Spielstil, aber wenn’s mal nicht läuft…
0:1

Bei Jochens Partie wurden früh die Damen getauscht. Allmählich konnte er Initiative am Königsflügel erlangen und in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln.
1:0

Beim Zwischenstand von 4½:2½ konnte Gulsana ein Turm-Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauer risikolos auf Gewinn spielen. Sie ließ keine Luft mehr rein. Eine souveräne Vorstellung.
1:0

Und nicht nur wir waren erfolgreich, auch die Eintracht fuhr nach längerer
Durststrecke endlich mal wieder einen Sieg ein. Guter Sonntag!







24.11.
2013
1. Mannschaft / Runde 4
von Jochen


Adlervirus
BvK - Schott Jena 4 : 4

BvK Frankfurt         4 - 4 SV Schott Jena              
1 Karabalis,Harilos 0 : 1 Kukel,Imre 1
2 Holvason,Juri 0 : 1 Koelsch,Maximilian 3
3 Koch,Markus ½ : ½ Hellwig,Tobias 4
4 De Visser,Leon ½ : ½ Werner,Albrecht 6
5 Wendel,Stephan 1 : 0 Dreyer,Michael,Dr. 7
6 Wege,Jochen 0 : 1 Broemel,Richard 8
7 Guenther,Peter 1 : 0 Schmidt,Lothar 9
9 Schwenkreis,Thomas 1 : 0 Bunke,Wilfried 11
Ein wenig erinnerte unser Match an die letzten Auftritte eines sympathischen hessischen Fußball-Bundesligisten. Sah alles gut aus bis, nun ja, bis…

Gespannt verfolgte ich die Partie von Harilos, da ich neugierig war, wie man den Winawer-Franzosen spielt. Nach 15 Zügen war ein Turm weg. So also nicht.
0:1

Aber ansonsten sah es gut aus. Ich hatte nicht das Gefühl, als würden wir eine der verbliebenen Partien verlieren. Wenig los war bei Markus. Zwar erarbeitete er sich einige positionelle Vorteile, doch verließ die Partie wohl nie die Remisbreite.
½:½

Eine saubere Vorstellung lieferte Stefan ab. Er wählte eine gute Aufstellung gegen einen königsindischen Angriff, erzielte daraus zunächst Stellungs-, später auch materiellen Vorteil.
1:0

Leon hatte positionell eine angenehme Stellung, verpasste aber einige Male aussichtsreiche Fortsetzungen und musste sich mit einem halben Punkt begnügen.
½:½

Peter beendete seine kleine Formkrise. Im Mittelspiel schnappte er sich einige Bauern; bevor es an die technische Verwertung ging, überschritt sein Gegner die Zeit.
1:0

Endlich kam Thomas zu seinem ersten vollen Punkt. Er schnitt einen gegnerischen Läufer vom Kampfgeschehen ab, ein zentraler Freibauer brachte dann die Entscheidung.
1:0

Nachdem die Eröffnung nicht ganz in Jochens Sinne verlief, zündete er mit einem Zentrumsdurchbruch das Brett an. Sein Gegner ließ sich nicht lange bitten und goss mit einem Figurenopfer Öl ins Feuer. Kurz vor dem 40. Zug stellte Jochen in moderater Zeitnot einen Turm ein.
0:1

Eine gute Partie spielte Juri. Zumindest bis das Endspiel anfing. Die Stellung verschlechterte sich zusehends, auch hier gilt es am Zeitmanagement zu arbeiten.
0:1

Das war leider zu wenig.



10.11.
2013
1. Mannschaft / Runde 2 und 3
von Jochen


Doppelrunde in Kassel. Minimalziel erreicht
2. Spieltag: BvK - Empor 4 : 4

BvK Frankfurt            4 - 4 SV Empor Erfurt             
1 Karabalis,Harilos 0 : 1 Luther,Thomas 1
2 Holvason,Juri 0 : 1 Haensel,Thomas 2
4 De Visser,Leon ½ : ½ Baum,Bernd,Dr. 3
5 Wendel,Stephan 1 : 0 Jacobi,Robin 4
6 Wege,Jochen 1 : 0 Urban,Lars 5
7 Guenther,Peter 0 : 1 Rudnizki,Sergej 6
9 Schwenkreis,Thomas ½ : ½ Sieber,Stephan 7
10 Rueger,Erhard 1 : 0 Schmuck,Helmut 10

Gegen den Gastgeber Kassel würde es wohl schwer werden, also galt es nach Möglichkeit, gegen Empor zu punkten, um nicht einen kompletten Fehlstart hinzulegen.

Peter erlangte in einem Königsgambit eine Traumstellung, obwohl er seinen König auf e2 postierte. Doch keine schlaue Idee, die Stellung zu öffnen – und schon gar nicht, in bereits deutlich schlechterer Stellung Remis abzulehnen.
0:1

Leon ließ in der Eröffnungsphase ein Springeropfer auf b5 für zwei Bauern zu und unterschätzte offensichtlich die weißen Chancen. Obgleich sein Gegner einige Chancen ausließ, musste er mit dem Remis hochzufrieden sein.
½:½

Gespannt verfolgte ich die Partie von Harilos, da ich in letzter Zeit gewisse Probleme im Tarrasch-Franzosen hatte. Leider lieferte seine Vorstellung keine Argumente für die schwarze Seite.
0:1

Ich hatte eine dynamisch ausgeglichene Stellung auf dem Brett. In einer langzügigen Variante verlor mein Gegner die Übersicht und einen Bauern, schnell darauf auch die Partie.
1:0

Mit etwas Glück kam Jesus zu einem vollen Punkt. Er verheizte klaren Mittelspielvorteil und lehnte taktisch clever in einer total ausgeglichenen Position Remis ab. Der Gegner war daraufhin so überrascht, dass er die Zeit überschritt.
1:0

Noch drei Partien liefen, da erhielt Thomas ein Remisangebot. Die ganze Partie über stand er überlegen, doch es war schwer, Fortschritt zu erzielen. Am Schluss war ich recht erleichtert, dass er nicht noch überzog.
½:½

Bei Juri war ein sizilianisches Mittelspiel ohne Damen auf dem Brett. Ich habe nicht mitbekommen, was genau dort schieflief, irgendwann jedenfalls war eine Qualität weg.
0:1

Auch Stefan versuchte sich in einem sizilianischen Mittelspiel ohne Damen – doch mit deutlich besserem Erfolg: er konnte eine Bauernschwäche am Königsflügel ausnutzen.
1:0

Hüben wie drüben verpasste Chancen - insgesamt ging das Ergebnis in Ordnung.


Und wieder eine Klatsche

3. Spieltag: Kassel - BvK 6 : 2
Kasseler SK              6 - 2 BvK Frankfurt               
1 Grafl,Florian 1 : 0 Karabalis,Harilos 1
2 Maric,Davor 1 : 0 Holvason,Juri 2
3 Kersten,Uwe 0 : 1 De Visser,Leon 4
4 Hahn,Markus 1 : 0 Wendel,Stephan 5
5 Meyner,Hannes ½ : ½ Wege,Jochen 6
6 Aslan,Benjamin 1 : 0 Guenther,Peter 7
7 Rafiee,Makan ½ : ½ Schwenkreis,Thomas 9
8 Sergin,Mark 1 : 0 Rueger,Erhard 10
Gegen den Zweitligaabsteiger rechneten wir uns nicht viel Chancen aus – und sollten bedauerlicherweise recht behalten.

Harilos kam gegen den Dd6-Skandinavier überhaupt nicht zurecht und verlor früh eine Qualität. Sein Gegenspiel gegen die geschwächte Rochadestellung erwies sich als nicht ausreichend.
0:1

Stefan hatte Königsindisch auf dem Brett; er schnappte sich ausgangs der Eröffnung einen Bauern, musste dafür aber seinen Springer auf h3 parken. Sah auch eigentlich unproblematisch aus, irgendwie war dann aber doch eine Figur weg.
0:1

Duplizität der Ereignisse: auch Peter platzierte in einem Königsinder einen Springer auf h3, der immerhin eine Qualität abholen durfte. Doch neben einem Bauern erhielt der Gegner langanhaltende Kompensation, Peter wurde schließlich förmlich erdrückt.
0:1

Bei Juri läuft es weiterhin nicht. Er fand sich in einem königsindischen Angriff schlecht zurecht und landete in einem verlorenen Endspiel.
0:1

Leon sorgte für den einzigen Lichtblick. Sein postitionell sauber herausgespielter Sieg gegen Kersten war von einer bemerkenswerter Leichtigkeit.
1:0

Jesus spielte im Scheveninger einen sowohl strategisch, als auch taktisch völlig verfehlten Zug. Sein Gegner beutete dies technisch sauber aus.
0:1

Thomas griff mal wieder munter den gegnerischen König an, doch sein Gegner
konnte in ein remisiges Endspiel überleiten.
½:½

Am Schluss durfte ich mich an Ergebniskorrektur versuchen. Nach eher anspruchloser Eröffnung (1.a3) überspielte ich meinen Gegner, verpasste zahlreiche Ausmacher, um am Schluss an mangelnder Technik zu scheitern.
½:½

Drei Spieltage, ein Punkt. Das ist wenig. Gut, gegen zwei Spitzenmannschaften haben wir uns zum Glück schon die erwartete Klatsche abgeholt. Die nächsten beiden Kämpfe werden richtungsweisend sein.

Danke an Kassel für die gute Bewirtung!




13.10.
2013
1. Mannschaft / Runde 1
von Jochen


Debakel!
Heusenstamm – Brett vorm Kopp 6½ : 1½

SC Heusenstamm           6½-1½ BvK Frankfurt               
3 Zuyev,Igor ½ : ½ Karabalis,Harilos 1
4 Klundt,Klaus 1 : 0 Holvason,Juri 2
5 Solonar,Stefan 1 : 0 Koch,Markus 3
6 Voropaev,Gleb 1 : 0 De Visser,Leon 4
8 Prudlo,Simon 1 : 0 Wege,Jochen 6
10 Rapoport,Vladimir ½ : ½ Guenther,Peter 7
11 Hoti,Safet ½ : ½ Schwenkreis,Thomas 9
12 Schreiner,Roland 1 : 0 Nimsch,Helmut 14

Zugegeben, wir waren nicht gerade als Favorit in den Kampf gegangen. Auch wenn bei den Gastgebern einige Bretter fehlten. Dennoch, eine solche Klatsche war nun wirklich nicht zu erwarten. Ich mach’s kurz.

Unser Neu-FM Harilos kam zu einem leichten halben Punkt. Erfreulich.
½:½

Juri musste sich mit dem Velimirovic-Angriff auseinandersetzen. Das gelang nicht.
0:1

Leon erreichte ein schlechteres Turmendspiel, was bei richtiger Fortsetzung wohl gerade noch zu halten gewesen wäre. Die fand er jedoch nicht.
0:1

Markus, noch am Donnerstag sehr optimistisch, wurde in einer geschlossenen Stellung allmählich überspielt.
0:1

Jochen spielte völlig ideenlos, lehnte dennoch Remis ab, nachdem der Gegner Luft reinließ. Nicht gerade clever.
0:1

Peter schien im Endspiel auf verlorenem Posten zu stehen (Qualität gegen drei Bauern), doch konnte noch einen halben Punkt ergattern.
½:½

Thomas übersah im Mittelspiel einen starken Königsangriff. Auch die Schlussstellung war nicht ausgekämpft, doch verständlicherweise wollten wir nicht unnötig länger am Ort der Schande verharren.
½:½

Helmut kam aus der Eröffnung heraus in eine schlechte, passive Stellung, die der Gegner zugegeben überzeugend verwertete.
0:1

Kann nur besser werden.
Jochen





19.09.
2013




29.08.
2013




19.08.
2013
Saisonausblick 1. Mannschaft
von Jochen


Wie immer als Einstimmung der alljährliche Saisonausblick.
Die Zahl hinter den Vereinsnamen ist der Elodurchschnitt der ersten acht Bretter.


Empor Erfurt, 2257
Die Mischung aus Topspielern und ansonsten solider Truppe wird den Erfurtern wie üblich einen Platz im Niemandsland der Tabelle bescheren. Leider wieder kein Auswärtsspiel dort.
Mittelfeld

Frankfurt, 2205

Gleiches Personal wie in der Vorsaison, jedoch in der Aufstellung ordentlich durcheinander gewirbelt. Man kann gespannt sein, wie sich unsere Jungtalente (Leon, Juri) und Ehrgeizlinge (Harilos, Hessenkoch) oben schlagen werden. Unten muss gepunktet werden.
Mittelfeld

Gießen, 2304

Was hält Alex Donchenko bei Gießen – wissen die ob eines dunklen Geheimnis und erpressen ihn damit?? Werden oben mitspielen, doch die dünne Ersatzbank wird wieder Probleme bereiten.
Mitfavorit

Halle, 2213
Soweit mir bekannt, erstmals in der OLOB vertreten. Absteiger aus Liga 2. Haben personell kräftig abgespeckt, von daher kann es nur um den Klassenerhalt gehen.
Abstiegskandidat


Heusenstamm, 2305
Der Aufsteiger aus der Hessenliga hat mächtig aufgerüstet. Da es sich um unseren Reisepartner handelt, möchte ich aber nicht boshafterweise von einer Söldnertruppe sprechen. Der Durchmarsch in die zweite Liga ist möglich.
Mitfavorit


Schott Jena, 2213

Dank unserer Schützenhilfe schafften die Jenaer gerade so den Klassenerhalt. Mit einem Neuzugang am Spitzenbrett soll diesmal nicht so gezittert werden. Dennoch:
Abstiegskandidat


Kassel, 2244

Der Ausflug in Liga zwei hat schätzungsweise wohl nur begrenzt Spaß gemacht. 2:16 Punkte, Auswärtsspiele in Berlin, Rostock, Hamburg (natürlich alles Einzelrunden)… werden sich mit dem Klassenerhalt begnügen.
Mittelfeld


Liebschwitz, 2178

Bei Gera. Auswärtsspiel. Einzelrunde. Herzlichen Dank.
Abstiegskandidat


Mörlenbach, 2259

Seit Jahren dümpelt die einstige Fahrstuhlmannschaft nur im unteren Mittelfeld der Oberliga herum – selbst wir feierten gegen unseren ehemaligen Angstgegner in den letzten beiden Spielzeiten klare Siege. Werden sich wohl wieder etablieren.
Mittelfeld


Oberursel, 2280

Keine Überraschungen bei der Aufstellung. Wenn die Stammbesetzung ähnlich regelmäßig spielt wie in der Vorsaison, wird die Truppe wieder um den Titel mitspielen.
Mitfavorit


Offenbach, 2289

Wieder werden die Profis dafür sorgen, dass die Offenbächer mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Und anschließend ist zu befürchten, dass nach gesichertem Ligaerhalt mal wieder einige Punkte abgeschenkt werden…
Mittelfeld


Sangerhausen, 2156

Überraschend locker sicherte sich die junge Truppe aus Sachsen-Anhalt schon früh den Klassenerhalt. Trotz der mäßigen ELO-Zahlen traue ich ihnen den abermaligen Ligaverbleib wieder zu.
Abstiegskandidat



Und mein Tipp für die Abschlusstabelle:

1. Oberursel
2. Heusenstamm
3. Gießen
4. Kassel
5. Empor Erfurt
6. Frankfurt
7. Mörlenbach
8. Sangerhausen
9. Offenbach
10. Halle
11. Jena
12. Liebschwitz