Saison 2014/2015


22.04.
2015
1. Mannschaft / Saisonabschluss
von Jochen



Eine sehr unaufgeregte Saison für BvK

Nach fünf Spieltagen war eigentlich bereits alles gelaufen: die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte hatten wir sicher im Griff, während wir mit den Topteams einfach noch nicht mithalten können.

Daher schnell zur Einzelkritik:

Harilos Karabalis
Willkommen im Arbeitsleben! Dadurch leider nur noch selten am Brett anzutreffen. 50% ist prima, doch der Partien hätten es gerne mehr sein dürfen.
1 / 2, +1 =0 -1, 50%

Markus Koch
Unfreiwillig ans Spitzenbrett hochgespült. Ließ einiges an Punkten liegen.
1,5 / 9, +1 =1 -7, 17%

Leon de Visser
Musste sich zunächst am zweiten Brett akklimatisieren. Ab der 5. Runde spielte er richtig stark auf.
4,5 / 11, +3 =3 -5, 41%

Stefan Wendel
Eine richtig gute Saison spielte Stefan gegen starke Gegnerschaft. Die einzige Niederlage absolut unnötig.
5,5 / 8, +4 =3 -1, 69%

Juri Holvason
Was sollen wir mit Juri machen?? In der Vorsaison am zweiten Brett noch etwas überfordert, legte er nun eine Riesensaison hin.
9,5 / 11, +9 =1 -1, 86%

Jochen Wege

Endlich mal eine ganze Saison lang in guter Form.
7,5 / 10, +5 =5 -0, 75%

Jerome du Maire
Unseren Neuzugang konnten wir vorher schwer einschätzen. Großartige Saison - auch wenn es nur an einem „Honk-Brett“ (Zitat Mannschaftskollege) war.
7 / 9, +5 =4 -0, 78%

Thomas Schwenkreis
Wenn’s mal nicht läuft… danke fürs Durchspielen – ich weiß aus eigener Erfahrung, das macht keinen Spaß.
1,5 / 9, +1 =1 -7, 17%

Peter Günther
Hatte starke Gegnerschaft.
0 / 2, +0 =0 -2, 0%

Erhard Rüger
Hätten wir gerne öfter gesehen!
1,5 / 2, +1 =1 -0, 75%

Johannes Engel

Selbiges gilt für Angelo.
0,5 / 2, +0 =1 -1, 25%

Joachim Waffenschmidt
Knapp an 50% vorbei.
0,5 / 2, +0 =1 -1, 25%

Gulsana Barpiyeva
Solide
1 / 2, +0 =2 -0, 50%

Helmut Nimsch
Auch Solide.
1 / 2, +0 =2 -0, 50%

Tareq Syed
Durfte gegen den Tabellenersten und Tabellenletzten ran.
1 / 2, +1 =0 -1, 50%

Thomas Bagatsch

Schreck des Ostens!
2 / 2, +2 =0 -0, 100%




12.04.
2015
1. Mannschaft / Runde 10 und 11
von Jochen



Personalprobleme

Wie fast immer Harilos nicht dabei und sämtliche Ersatzleute hatten bereits zwei Einsätze. Die Tabellensituation der Zweiten war nicht dazu angetan, sich jemanden festspielen zu lassen. Dennoch wäre Jesus dabei gewesen, wenn er sich denn nicht das falsche Wochenende freigenommen hätte. Immerhin erwies sich Thomas als Mannschaftsspieler und fuhr nach Kassel mit; ich hätte sehr gut verstanden, wenn er angesichts seiner Formkrise lieber daheim geblieben wäre.


10. Spieltag: BvK Frankfurt – Kasseler SK 4½ : 3½

 
2 Koch,Markus            0 : 1 Grafl,Florian           2   
3 De Visser,Leon         1 : 0 Rafiee,Makan            3   
4 Wendel,Stephan         1 : 0 Kersten,Uwe             4   
5 Holvason,Juri          1 : 0 Sergin,Mark             5   
6 Wege,Jochen            ½ : ½ Maric,Davor             6   
7 du Maire,Jerome        1 : 0 Aslan,Benjamin          7   
9 Schwenkreis,Thomas     0 : 1 Hahn,Markus             8  


Sehr bedauerlich, gegen die Neuberger Konkurrenten, an sämtlichen Brettern ELO-favorisiert, nur zu siebt anzutreten. Dennoch, gegen Neuberg reichte es für uns auch zu immerhin drei Brettpunkten, vielleicht war ähnliches ja auch gegen Kassel möglich. Wir wollten ja keine Wettbewerbsverzerrung betreiben.

Thomas spielte eine anständige Partie, doch der Gegner erwies sich als stärker.
0:1

Leon traf auf einen offensichtlich etwas übermotivierten Gegner, der in unterentwickelter Stellung einen Bajonettangriff auf Leons Königsstellung startete. Problemlos erhielt Leon eine strukturell überlegene Stellung und nutzte seinerseits die gegnerische Unterentwicklung für einen entscheidenden Königsangriff.
1:0

Was bei Juri los war, verstand ich auf die Schnelle überhaupt nicht. Auch sein Gegner griff aus unterentwickelter Stellung Juris König an, hier sah dies allerdings durchaus gefährlich aus. Juri konnte den Angriff sauber abwehren. Danach entstand eine ungewöhnliche Materialverteilung, in der Juris drei Leichtfiguren den unentwickelten gegnerischen Türmen deutlich überlegen waren.
1:0

Jochen erreichte gegen einen Königsindischen Angriff lockeren Ausgleich. Unwillig lehnte der Gegner ein Remisangebot ab, doch in der Folge verbesserte Jochen seine Stellung zusehends. Es war jedoch schwer, den Vorteil zu verdichten, so ließ er sich auf eine Zugwiederholung ein.
½:½

Markus kam recht problemlos aus der Eröffnung, wurde dann jedoch nach und nach sauber überspielt.
0:1

Jerome behielt einen kleinen Eröffnungsvorteil bis ins Endspiel hinein. Auf den ersten Blick sah das Bauernendspiel recht einfach aus. Auf den zweiten Blick schien nur ein Endspiel Dame + Bauer gegen Dame möglich. Auf den dritten Blick war das Bauernendspiel doch ganz einfach gewonnen.
1:0

Zwischenstand also 3½:3½, damit hätte wohl niemand gerechnet. Und ein Punktgewinn schien möglich:


Stefan stand zwar die ganze Partie grauenhaft, konnte sich aber irgendwie in ein schlechteres Turmendspiel retten. Kassel musste die Partie unbedingt gewinnen, um sich zumindest noch die theoretische Aufstiegschance zu erhalten (gut, es hätte dann schon ein Sieg mit 7½:½ gegen Neuberg bedurft, aber dennoch …) und so überzog Uwe Kersten die Stellung gar noch mit einem inkorrektem Turmopfer.
1:0

Sensationell. Das Bier haben wir uns von den Neubergern redlich verdient.
Glückwunsch zum Aufstieg!




11. Spieltag: Empor Erfurt – BvK Frankfurt  4½ : 3½

1 Luther,Thomas          1 : 0 Koch,Markus             2   
2 Langheinrich,Ferenc ½ : ½ De Visser,Leon 3
4 Baum,Bernd,Dr. 0 : 1 Wendel,Stephan 4
7 Buckan,Jens 0 : 1 Holvason,Juri 5
8 Sieber,Stephan ½ : ½ Wege,Jochen 6
12 Schmuck,Helmut ½ : ½ du Maire,Jerome 7
13 Pichl,Michael 1 : 0 Schwenkreis,Thomas 9
15 Elkhanov,Leonid + : - Barpiyeva,Gulsana 12


Jerome wollte die Saison ungeschlagen beenden, daher schnell:
½:½

Leon spielte eine recht unspektakuläre Partie und es wurde im Mittelspiel Frieden geschlossen.
½:½

Thomas startete aus der Eröffnung heraus einen Angriff, unterschätzte jedoch das gegnerische Gegenspiel. So musste sein eigener König dran glauben.
0:1

Markus hatte mit GM Thomas „wenn ich meiner Notationspflicht nachkommen soll, holen Sie doch den Schiedsrichter!“ Luther eine schwere Aufgabe. Ihm gelang dabei nicht viel.
0:1

Juri hatte von der Struktur her die französische Abtauschvariante auf dem Brett. Ich habe nicht mitbekommen, was genau passiert war, doch auf einmal hatte Juri entscheidenden Königsangriff.
1:0

Jochen hätte grundsätzlich nichts gegen ein frühes Unentschieden gehabt, doch dafür war seine Stellung nach der Eröffnung viel zu gut. Im Mittelspiel verlor er den Faden und musste sich mit einer Punkteteilung begnügen.
½:½

Wie schon am Vortag hatte Stefan wieder die längste Partie. Er erlangte gegen die Drachenvariante starken Angriff, der in ein klar besseres Endspiel mündete. Es dauerte recht lange, doch schließlich gelang es ihm, den Vorteil in den ganzen Punkt umzumünzen.
1:0

Parallel siegte Kassel gegen Neuberg, und so holte jede der an der Doppelrunde beteiligten Mannschaften zwei Punkte. Eher ungewöhnlich.

Saisonabschlussbericht folgt!








15.03.
2015
1. Mannschaft / Runde 9

9. Spieltag: BvK Frankfurt – SK Marburg    3½ : 4½

1 Karabalis,Harilos      1 : 0 Dorst,Johannes          1   
2 Koch,Markus            0 : 1 Rolle,Eric              2   
3 De Visser,Leon         0 : 1 Alber,Horst             3   
4 Wendel,Stephan         0 : 1 Henrich,Thomas          4   
5 Holvason,Juri          1 : 0 Duncker,Joachim         5   
7 du Maire,Jerome        1 : 0 Starke,Dieter,Dr.       7   
9 Schwenkreis,Thomas     0 : 1 Prange,Dieter           8  
12 Barpiyeva,Gulsana     ½ : ½ Debus,Alfred           10


(kein Jochen am Brett, kein Bericht im Internet. DER SETZER)





22.02.
2015
1. Mannschaft / Runde 8
von Jochen



Abstiegskampf

Wie so oft ging es gegen Saisonende gegen Gießen, und wieder mal ging es um den Klassenerhalt. Doch diesmal mussten nicht wir zittern, hatten wir doch unser Pflichtprogramm gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte mit Bravour erfüllt. Nein, Gießen, in den letzten Saisons personell gebeutelt, hatte bislang erst einen Mannschaftspunkt gesammelt und steckte tief im Tabellenkeller.

Und schon im Vorfeld versuchten die Gastgeber mit Cleverness, uns in die Irre zu lotsen. Die Benachrichtigung über das geänderte Spiellokal wurde nicht etwa an den Mannschaftsführer geschickt; nein, das Mail ging an das Bermuda-Dreieck, auch bekannt als Thomas B. aus F. Auf wundersame Weise gelangte die Mitteilung dennoch an einige Mannschaftskollegen, so dass wir die Spielstätte mühelos fanden.


8. Spieltag: Gießen – BvK 3½ : 4½

 1 Donchenko,Anatoly      ½ : ½ Koch,Markus             2   
 2 Derichs,Roger          ½ : ½ De Visser,Leon          3  
 3 Klingelhoefer,Stefan,D ½ : ½ Wendel,Stephan          4  
 4 Risius,Philipp         0 : 1 Holvason,Juri           5  
 5 Konrad,Lutz,Dr.        0 : 1 Wege,Jochen             6  
 7 Gerber,Peter           ½ : ½ du Maire,Jerome         7  
 8 Rudolph,Peter          1 : 0 Schwenkreis,Thomas      9  
14 Driftmann,Christoph    ½ : ½ Engel,Johannes         11


Stefan wurde mit Berthold-Schach konfrontiert. Das schmeckte ihm gar nicht. Daher bald:
½:½

In der Eröffnung war bei Jochen nichts los. Bis der Gegner auf die Idee kam, frühzeitig die Stellung zu öffnen, obwohl noch viele Figuren darauf warteten, entwickelt zu werden. Als Belohnung sprang ein schwacher Bauer bei weiter unterentwickelter Stellung heraus. Der Gegner suchte sein Heil in taktischen Verwicklungen, was zu schnellem Desaster führte.
1:0

Aus der Eröffnung heraus wurde bei Angelo viel Material getauscht. Das resultierende Endspiel sah optisch etwas besser für Angelo aus, jedoch wurde bald Frieden geschlossen.
½:½

Thomas kam eher mäßig aus der Eröffnung, doch dann bot sich Gelegenheit, mit einem kleinen taktischen Witz einen Bauern zu erobern. Aus unerklärlichen Gründen verzichtete er darauf, anschließend ging die Stellung rasch den Bach runter.
0:1

Die Geschehnisse am Nachbarbrett in der Eröffnung machten mich etwas nervös. Bei vollem Brett marschierte Jerome fröhlich mit seinem König von e8 nach b6. Seltsamerweise (fand ich jedenfalls) konnte dies nicht ausgenutzt werden, und es entstand ein Endspiel, in dem Jerome über einen Mehrbauern verfügte. Der war angesichts der schlechteren Bauernstruktur sowie der besser postierten gegnerischen Figuren unmöglich zu verwerten.
½:½

Wieder mal erfolgreich war Juri. Im Mittelspiel fielen sämtliche gegnerische Figuren über seinen König her. Mit Glück und Geschick konnte er den gegnerischen Ansturm abwehren, am Schluss blieb ein Mehrturm übrig.
1:0

Eine Glanzpartie lieferte Markus am Spitzenbrett ab. Er erlangte Eröffnungsvorteil und entfesselte unter Figurenopfer einen starken Mattangriff. In der entscheidenden Stellung fand er leider nicht den besten Zug (Computerbewertung: +20), auch nicht den zweitbesten, den die Mannschaftskollegen bevorzugten (Computerbewertung: +8). Seine Fortsetzung mündete in ein Schwerfigurenendspiel, das er beinahe noch verloren hätte. Doch auch das Remis war sicherlich eine Enttäuschung.
½:½

Eine schwerblütige Stellung hatte Leon auf dem Brett. Lange Zeit wurde viel manövriert und wenig getauscht. Schließlich entstand ein Endspiel, in dem Leon sich mit einem schlechten Läufer gegen einen guten Springer verteidigen musste. Das Material war allerdings so weit reduziert, dass er dies recht locker bewältigte.
½:½


Somit haben wir auch die letzten, zugegebenermaßen sehr theoretischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Auch für Gießen ist noch alles drin: dank der aktuellen Tabellenkonstellation würden den West-Thüringern wohl bereits 4 Punkte (Sieg gegen Merseburg, Unentschieden gegen Jena) zum Klassenerhalt reichen.

Man kann gespannt sein.







18.01.
2015
1. Mannschaft / Runde 6 und 7
von Jochen


Spitzenspiele

Die Kämpfe der zweiten Doppelrunde in Neuberg versprachen Spannung, waren doch alle vier beteiligten Mannschaften unter den ersten fünf der Tabellezu finden. Zugegeben, der Spielplan kam uns dabei ein wenig entgegen. Von unserer Stammbesetzung fehlten diesmal Harilos, Thomas und Jerome. Also schier ein scheinbar unmögliches Unterfangen, keinen Ersatzspieler in der Ersten festspielen zu lassen. Doch es gelang: Peter spielte erstmals in dieser Saison und aus der zweiten konnte ich mit Joe (zwei Spiele), Helmut und Angelo (je ein Spiel) genau die Leute akquirieren, die sich nicht festspielten. Letzterer stellte obendrein sein Auto auch für den Tag zur Verfügung, an dem er nicht dabei war – herzlichen Dank!


6. Spieltag: Heusenstamm – BvK 5:3
1 Sadzikowski,Daniel     1 : 0 Koch,Markus             2   
2 Wieczorek,Oskar        0 : 1 De Visser,Leon          3   
3 Zuyev,Igor             ½ : ½ Wendel,Stephan          4   
4 Solonar,Stefan         1 : 0 Holvason,Juri           5   
5 Klundt,Klaus           0 : 1 Wege,Jochen             6   
7 Voropaev,Gleb          1 : 0 Guenther,Peter          8   
8 Barski,Radoslaw        1 : 0 Waffenschmidt,Joachim  13   
9 von Rahden,Arvid       ½ : ½ Nimsch,Helmut          14

Vom ELO-Schnitt her ist Heusenstamm das stärkste Team der Liga. Im Vorjahr setzte es für uns eine 1,5:6,5 Klatsche. Das wollten wir nicht wiederholen. 

Helmut stand gegen die geschlossene Variante im Sizilianer sehr komfortabel, ging aber dann zu überhastet zu Werke. So wurde viel Material abgetauscht und die resultierende Stellung war absolut ausgeglichen.
½:½ 

Joe war gut vorbereitet und erlangte ausgangs der Eröffnung eine schönspielbare Stellung mit beiderseitigen Chancen. Er übersah dann eine einfache Taktik, die zu Materialverlust führte; das daraus resultierende Endspiel war hoffnungslos.
0:1 

Aus einem Sizilianer heraus wurde bei Jochen die Stellung in einen französischen Stellungstyp überführt. Aus leidvoller Erfahrung wusste Jochen, wie man den schwachen gegnerischen Wilfried kalt stellt und bewerkstelligte das souverän: sämtliche schwarzen Figuren waren zu Passivität verurteilt. Schließlich gewann er im Königsangriff.
1:0 

Ausgangs der Eröffnung griff Leon scheinbar völlig sinnlos mit Lc2 einen weißen Turm auf d1 an, woraufhin der Gegner in tiefes Nachdenken versank. Nach einer Weile kamen wir dahinter: es drohte ein origineller Damenfang, da der Läufer der Dame auf c4 das letzte Fluchtfeld auf b3 nahm. So mussteder Gegner die Qualität spucken, Leon verwertete den Vorteil mühelos.
1:0 

Peter brachte in der französischen Guimard-Variante ein interessantes Opfer, das bei korrekter Fortsetzung eine spannende Partie versprach; der gegnerische König hätte nicht so bald einen sicheren Hafen gefunden. Seine Fortsetzung allerdings war deutlich schwächer und der Materialrückstandentschied.
0:1 

Moralischer Verlierer des Tages war wohl Stefan. Nach einem Eröffnungsfehler des Gegners verfügte er über einen satten Mehrbauern und deutlichen Stellungsvorteil. Es war bitter, diese Partie noch zum Remis zu verdaddeln.
½:½ 

Markus hatte eine Art Sämisch-Benoni-Hybrid auf dem Brett (oder gibt eseine andere Bezeichnung für den Aufbau?). Mit einer starken Bauernkettekonnte er auf Raumvorteil pochen, doch andererseits stand sein König gefährdet. Mit einem erzwungenen, doch starken Figurenopfer riss der Gegner die Stellung auf und obsiegte im Angriff.
0:1 

Juri baute einen schönen Igel auf, der nach Öffnung des Spiels in eine unglaublich komplexe Stellung mündete. Auch durch die anschließende Analysewurde nicht mal annähernd geklärt, was eigentlich auf dem Brett los war.Juri lehnte aufgrund des Mannschaftsstandes remis ab und verlor bei knapperZeit durch einen Königsangriff.
0:1 

3:5. Schade, da war mehr drin.  



7. Spieltag: BvK – Oberursel  2,5:5,5
 2 Koch,Markus            0 : 1 Dubiel,Jacek            1  
 3 De Visser,Leon         0 : 1 Margolin,Boris          3  
 4 Wendel,Stephan         ½ : ½ Reschke,Stefan          4  
 5 Holvason,Juri          ½ : ½ Schlamp,Robert          5   
 6 Wege,Jochen            1 : 0 Haubt,Georg             6  
 8 Guenther,Peter         0 : 1 Koller,Jens             7  
11 Engel,Johannes         0 : 1 Sarkoezy,Benjamin       9  
13 Waffenschmidt,Joachim  ½ : ½ Escher,Helmut          16

Da Oberursel gegen Neuberg (mit sieben Leuten, so richtig hat man wohl nicht an die Aufstiegschancen geglaubt) verloren hatte, war klar: es ging für beide Mannschaften um nichts mehr. 

Bei Doppelrunden läuft’s bei Jochen derzeit. Diesmal wurde es ihm leichtgemacht: ausgangs der Eröffnung profitierte er von einem krassen Figureneinsteller. Die zeitweilige gegnerische Initiative konnte er miteinigen präzisen Zügen eindämmen, am Schluss übersah der an diesem Tag völlig indisponierte Gegner ein simples Bagatsch-Matt.
1:0 

Joe holte aus der Eröffnung nichts heraus und der Gegner drohte, allmählich die Initiative zu übernehmen. So nahm er lieber den halben Punkt mit.
½:½ 

Aus einem Sizilianer entstand bei Markus eine strategisch komplizierte Stellung mit einem massiven, schwarzen Bauernblock im Zentrum. Hier fand der Gegner einen schönen Zentraldurchbruch, der die Partie schnell entschied.
0:1 

Eine Art Benoni-Stellung mit vertauschten Farben hatte Leon auf dem Brett. Er geriet im Mittelspiel in einen starken Königsangriff, der zu entscheidendem Materialverlust führte.
0:1 

Peter griff in einem geschlossenen Sizilianer am Königsflügel an, der Gegner hatte dafür im Zentrum seine Chancen. Der Angriff drang nicht durch, während ein Zentralbauer verloren ging. Im Turmendspiel machte Peter es seinem Gegner etwas einfach, vermutlich war die Stellung aber ohnehinverloren.
0:1 

Ein wenig naiv führte Juri einen Königsangriff: der Großauheimer Turmsollte es richten. Wie so oft war vom Angriff nichts zu sehen, und der Turmstand komplett deplatziert auf h3 herum. Glück dass der Gegner wenig zielorientiert spielte, Damentausch zuließ und so letztendlich ein haltbares Turmendspiel entstand.
½:½ 

Eine ärgerliche Niederlage musste Angelo quittieren. In einem Sizilianer mit entgegengesetzten Rochaden griffen beide Seiten munter den gegnerischen König an. Der weiße Angriff versandete, zudem standen Angelos Figurendeutlich aktiver. Bei beiderseitiger Zeitnot opferte er inkorrekt eine Figur, der gegnerische König wurde ins Zentrum getrieben und stand dort in Sicherheit. Angelo stellte noch einen Turm ein und streckte nach einem unmöglichen Zug die Waffen. Das Ende der Partie wurde leider durch einen vom Oberurseler Mannschaftsführer (kein Vorwurf an den Spieler!) völlig sinnlosen und lautstark angezettelten Streitfall überschattet. Zugegeben, Angelo sollte durchaus wissen, dass unmögliche Züge im Gegensatz zum Blitzen nicht den sofortigen Partieverlust nach sich ziehen. Zum Glück konnte der nicht nur sympathische, sondern auch souveräne Schiedsrichter die Situation ohne viel Aufhebens klären.
0:1 

Zwar hatte Stefan im Mittelspiel eine Qualität für einen Bauern mehr, doch dafür durfte er keine aktiven Züge machen. Als ein zweiter Bauer von Bord ging, hatte ich die Partie abgehakt. Sein Gegner ließ allerdings im Verlauf der Partie nach, so dass Stefan gar noch Gewinnaussichten erhielt. Remis ist wohl das gerechte Ergebnis.
½:½ 

2½ : 5½. Wieder im Mittelfeld. Wo wir auch hingehören. 


Dramatisch verlief der parallel laufende Kampf zwischen Neuberg und Heusenstamm. Die Gäste lagen 3:2 vorne und es deutete nicht viel daraufhin, dass Neuberg das noch drehen könnte. Doch Schachfreund Wahedi markierte mit einem Sieg im Endspiel Turm + Springer gegen Turm das 4,5:3,5 und einen wichtigen Schritt Richtung Aufstieg.

Gratulation – und danke fürdie tolle Bewirtung!







07.12.
2014
1. Mannschaft / Runde 5
von Jochen


Vorerstiger Abschluss der »Ost-Serie«

Entspannt konnten wir dem Kampf gegen Weimar entgegensehen, denn das Ligaorakel prognostizierte bereits nach der 4. Runde den 100%igen Ligaverbleib. Keine Abstiegschance bei 6 Punkten finde ich schon ein wenig optimistisch, aber 0% Aufstiegschance bei 2 Minuspunkten ist dann doch deutlich übertrieben pessimistisch. Nun, ich bin recht sicher, nach diesem Mannschaftskampf wird sich an den vermeintlichen 100% wohl noch was ändern. Unabhängig vom Ausgang. Schauen wir mal.

5. Spieltag: BvK – Vimaria Weimar 5 : 3
 2 Koch,Markus            0 : 1 Philipp,Michael         1  
 3 De Visser,Leon         1 : 0 Albrecht,Juergen        2  
 4 Wendel,Stephan         1 : 0 Mysliwiec,Joerg         3  
 5 Holvason,Juri          1 : 0 Riedel,Finn             4  
 6 Wege,Jochen            ½ : ½ Rensch,Toralf           5  
 7 du Maire,Jerome        1 : 0 Stiefel,Roland          6  
 9 Schwenkreis,Thomas     0 : 1 Gulich,Christian        7  
14 Nimsch,Helmut          ½ : ½ Guenther,Andreas        8

Etwas überraschend hatten die Gäste bereits 3 Punkte gesammelt und dabei den in Topbesetzung angetretenen Gießenern ein Unentschieden abgerungen. Auf die leichte Schulter sollten wir dem Kampf also nicht nehmen. Wie schon während der ganzen Saison waren die Weimarer in Stammbesetzung angetreten. Ich wünschte, das könnte ich mal von unserer Truppe behaupten…

Früh war die Partie bei Markus vorbei. Gegen den Sizilianer mit c3 kam er schlecht aus der Eröffnung. Der Gegner konnte einen starken Freibauern auf dem Damenflügel etablieren und Markus verlor entscheidend Material.
0:1

Endlich war Leon erfolgreich. Schon aus der Eröffnung heraus erlangte er komfortablem Raumvorteil. Anschließend opferte er eine Qualität und erhielt dafür unwiderstehlichen Angriff. Schöne Partie.
1:0

Auch Stefan holte abermals einen vollen Punkt. Von der Partie habe ich nicht so viel mitbekommen. Habe nur gesehen, dass irgendwann die gegnerische Dame weg war ohne ausreichende Kompensation.
1:0

Leichtes Spiel hatte Jerome. Der erste aktive Zug seines Gegners war ein inkorrektes Figurenopfer. Jerome ließ nichts anbrennen und inszenierte seinerseits einen Mattangriff.
1:0

Thomas ist derzeit in schlechter Form. Im Mittelspiel opferte er ohne Not eine Qualität, erhielt dafür aber keine ausreichende Kompensation.
0:1

Bei Jochen ist derzeit Sand im Getriebe. Schon im 5. (!) Zug verpasste er eine gewinnverheißende Fortsetzung. Nach einigen Abenteuern im Mittelspiel entstand ein Endspiel zwei Türme gegen Dame, das angesichts der offenen Königsstellung nicht zu gewinnen war.
½:½

Helmut übersah ausgangs des Mittelspiels eine einfache Läufergabel, die eine Qualität kostete. Mit einigem Glück rettete er sich in ein Endspiel Turm gegen zwei Leichtfiguren, das er Remis halten konnte.
½:½

Beim Stand von 4:3 lag es an Juri, für die Entscheidung zu sorgen. Augenscheinlich verfügte er im Endspiel mit drei Bauern für die Qualität über die besseren Aussichten. Ganz klar war die Lage jedoch nicht, und sein Zeitmanagement machte einige Mannschaftskollegen nervös. Letztendlich setzte er sich aber souverän durch.
1:0

Ligaorakel:
0% Abstieg, 0% Aufstieg.
Na super.









09.11.
2014
1. Mannschaft / Runde 4
von Jochen


Auf dem Weg zum bombensicheren Klassenerhalt

Nach der erfreulichen Punktausbeute in der Doppelrunde galt es gegen Jena nachzulegen, um uns weiter vom Tabellenende abzusetzen. Erstmals spielten wir in unserem neuen Spiellokal, den Seminarräumen der Morpheus. Für eine feste Heimspielstätte war es auch wirklich mal Zeit. Es war schon sehr nervig, immer wieder aufs Neue ein Bürgerhaus bzw. Saalbau anzumieten und das ganze Material dorthin zu karren und herumschleppen zu müssen. Hier hingegen können wir das Material einlagern; ferner gibt es sogar eine Kaffeemaschine, so dass wir wohl erstmals in unserer Vereinsgeschichte Getränke im Spiellokal anbieten können, und das noch zu Ost-Preisen! Tareq hatte das für uns aufgetan und war auch während des ganzen Tages da, um sich um das Organisatorische zu kümmern. Danke, Tareq!


4. Spieltag: BvK – SV Schott Jena 5,5 : 2,5

 2 Koch,Markus            1 : 0 Kukel,Imre              1   
 3 De Visser,Leon         0 : 1 Koelsch,Maximilian      2  
 4 Wendel,Stephan         1 : 0 Babrikowski,Peter,Dr.   3  
 5 Holvason,Juri          1 : 0 Werner,Albrecht         4  
 6 Wege,Jochen            ½ : ½ Broemel,Richard         6  
 7 du Maire,Jerome        1 : 0 Schmidt,Lothar          7  
 9 Schwenkreis,Thomas     ½ : ½ Bunke,Wilfried          9  
12 Barpiyeva,Gulsana      ½ : ½ Schulz,Uwe             15

Überraschend schnell war Markus erfolgreich. Im frühen Mittelspiel erlangte er Angriff und eroberte eine Qualität. Obendrein war auch die Stellung weiterhin überlegen, so dass sein Gegner bald die Waffen streckte.
1:0

Bei Leon läuft es derzeit nicht. Nach ruhiger Eröffnungsphase opferte sein Gegner eine Qualität, wonach Leon keinen aktiven Zug mehr machen durfte. Auch nach Rückgabe des Materials wurde es nicht besser.
0:1

Stefan war bei seiner Saisonpremiere erfolgreich. Er bekam in der Eröffnung das Bauernzentrum überlassen, mit seinen aktiven Leichtfiguren konnte er die ungeschickt postierte gegnerische Dame einfangen.
1:0

Juri hat einen Lauf. Schon aus der Eröffnung heraus brachte er seinen Gegner in eine andauernde Umklammerung. Zwar sprang letztendlich „nur“ ein Turmendspiel mit Mehrbauer heraus, das jedoch angesichts des klaren Stellungsvorteils locker gewonnen war.
1:0

Jochen schien angesichts der bitteren Niederlagen in den Vorjahren gegen Schott besonders motiviert. Schon in der Eröffnung sprang er seinen Gegner unsolide an, der glücklicherweise auf durchaus mögliche Widerlegungsversuche des groben Unfugs verzichtete. So entstand eine unbalancierte Position, die nach einigen oberflächlichen Zügen zum Remis versandete.
½:½

Jerome eroberte im Mittelspiel eine Figur, wofür er in der Folge einen starken Angriff aushalten musste. Dies gelang mit einiger Mühe, der Materialvorteil schlug schließlich durch.
1:0

Bei Thomas ging im Mittelspiel ein Bauer verloren und er musste in einem Schwerfiguren-Läufer-Endspiel ums Remis kämpfen. Nach hartnäckigem Kampf konnte er schließlich die Schwerfiguren abtauschen, es blieben ungleichfarbige Läufer übrig.
½:½

Gulsana hatte im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung und konnte sich aussuchen, ob sie die Partie im Angriff oder positionell gewinnt. Leider entschied sie sich für keine dieser Möglichkeiten und landete in einem schlechten Endspiel. Netterweise verzichtete der Gegner auf Gewinnversuche.
½:½

Mit nunmehr 6:2 Punkten haben wir einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegszone. Zu 50% sollten wir damit den Klassenerhalt geschafft haben, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht! Weiter geht’s im Dezember.







21.09.
2014
1. Mannschaft / Runde 2 und 3
von Jochen


Die Nöte eines Mannschaftsführers

Schon früh sagten Stefan und Harilos für die Doppelrunde ab. Und auch Thomas bat angesichts seiner Form pausieren zu dürfen. Doch auch von unseren Ersatzleuten hagelte es Absagen, so dass ich ihm diesen Wunsch nicht erfüllen konnte. Als Ersatz konnte ich Helmut und Thomas B. akquirieren.

Soweit, so unspektakulär. Jedenfalls bis Helmut und Markus absagten. Jetzt wurde es knapp. Mit viel Mühe konnte ich Erhard zu einem netten Wochenendausflug nach Sachsen-Anhalt überreden. Und da Markus wenigstens Samstag spielen konnte, entstand der brillante Plan, dass er da spielt, am Abend mit dem Zug nach Frankfurt reist und Tareq dafür am Sonntag antritt (beide Kämpfe konnte Tareq nicht mitmachen, da er ansonsten festgespielt gewesen wäre).

Das K.o. für diesen Plan besorgte die GDL. Dank des Lokführerstreiks gab es für Markus keine Chance, Samstag Abend zurück nach Frankfurt zu kommen. Also mussten wir einen Kampf zu siebt spielen. Da wir mit unserer Rumpftruppe ohnehin nicht sonderlich optimistisch bezüglich des Spiels gegen Sangerhausen waren, sollte Tareq lieber beim wichtigeren Spiel gegen Merseburg dabei sein. Klar, es ist blöd zu siebt anzutreten, gerade wenn acht Mann da sind, aber Tareq sich jetzt schon festspielen zu lassen erschien uns als eindeutig noch blöder.
Auf der Hinfahrt testeten wir die Route über die A 4 (Kirchheimer Dreieck bis Erfurt). Schön zu fahren; bloß nervig, dass die A 71 (Verbindung zwischen Erfurt und Sangerhausen) noch nicht komplett ausgebaut ist und man doch viel durch die Dörfer tuckern muss.

Überraschend traf Jochens Auto deutlich früher ein als das von Thomas. An dessen Steuer saß Erhard, er vertat sich bei einer Autobahnauffahrt und fuhr ca. 40 km in die falsche Richtung. Alte Taxifahrergewohnheit? So checkte die eine Mannschaftshälfte in der Pension ein und trafen uns dann alle am Spiellokal. Das Schloss im Ortsteil Wallhausen bietet ein wunderschönes Ambiente. Bloß mit den Getränkepreisen haben es die Gastgeber leicht übertrieben. Bei 1,50€ pro Tasse Kaffee bzw. Glas Wasser ist es offensichtlich, dass man da keinen großen Umsatz macht.


2. Spieltag: BvK – Merseburg 5,5 : 2,5

 3 De Visser,Leon         ½ : ½ Knopf,Felix             1   
 5 Holvason,Juri          + : - Gering,Samuel           2   
 6 Wege,Jochen            1 : 0 Richter,Tobias          4   
 7 du Maire,Jerome        1 : 0 Hartung,Thomas          5   
 9 Schwenkreis,Thomas     0 : 1 Wildenrath,Dirk         9  
10 Rueger,Erhard          1 : 0 Hartung,Katja          10  
15 Syed,Tareq             0 : 1 Pflug,Tanja,Dr.        12  
16 Bagatsch,Thomas        1 : 0 Hoffmann,Dustin        16

Überraschend traten die Merseburger nur zu siebt an. Wie sich im Nachhinein herausstellte, auch Opfer des GDL-Streiks. Allerdings, eine gewisse Naivität kann man ihnen nicht absprechen: der betroffene Spieler sollte aus Jena anreisen und verließ sich auf den Fernbus. Der natürlich hoffnungslos überbucht war. Bei der Entfernung hätte man wirklich mal schnell jemanden mit dem Auto zum Abholen schicken können.
Juri gewann somit kampflos.
1:0

Die Führung währte nicht lange. In unterentwickelter Stellung ließ Tareq sich seine Dame im feindlichen Lager einsperren. Zwar bugsierte er sie noch mühsam wieder heraus, dies kostete aber sofort Material bei hoffnungsloser Stellung. Hätten wir ihn mal lieber am Sonntag eingesetzt.
0:1

Jerome hatte das Albin-Gegengambit auf dem Brett. Früh wurden die Damen getauscht und er behielt seinen Mehrbauern. Nach und nach konnte der den gegnerischen Stellungsdruck abschütteln und gewann im Königsangriff.
1:0

Erhard wurde geschickt in einen Stonewall gelotst und seine Gegnerin nutzte seine taktische Anfälligkeit aus, um bereits ausgangs der Eröffnung eine Qualität zu erobern. Die resultierende Stellung war jedoch alles andere klar und vor allem dem Schachstil unseres Erlösers wie auf den Leib geschneidert. Wurde tatsächlich ein ganz einfaches Ding.
1:0

Thomas B., im Osten gefürchtet, stand bereits nach der Eröffnung auf Gewinn; er beutete die schwachen weißen Felder rund um den unrochierten schwarzen König aus. Da er zu faul zum Rechnen war, verzichtete er auf den sofortigen Ausmacher. Ich bin heilfroh, dass ich selbst intensiv mit meiner Partie beschäftigt war und erst abends bei der Analyse mitbekam, was in der Partie noch so geschah. Großes Kino. Machen wir’s kurz: Thommy gewann.
1:0

Bei Thomas S. entstand aus einer königsindischen Struktur heraus eine Stellung, die wohl weder er noch sein Gegner auf Gewinn spielen konnte. Beziehungsweise sollte. Thomas tat es leider doch.
0:1

Jochen kam bequem aus der Eröffnung, doch nach einigen Ungenauigkeiten drohte ihm die Partie zu entgleiten. Um frischen Schwung reinzubringen, opferte Jochen eine Qualität. Dafür erhielt er einen gefährlichen Freibauern; seine Leichtfiguren jedoch hatten keinerlei Stützpunkte und auch die Königssicherheit ließ zu wünschen übrig. Mit einem von langer Hand geplanten, studienartigen Manöver zwang er den Gegner faktisch zum Dauerschach. Angesichts des Mannschaftsstandes sah dieser sich gezwungen, auszuweichen und sein Heil in einem leicht schlechteren Turmendspiel zu suchen. Jochen war es recht und nahm den ganzen Punkt mit.
1:0

Leon versäumte in der Eröffnung einen Befreiungszug und stand den Großteil der Partie hinten drin. Doch er verteidigte sich sauber und es entstand schließlich ein Läuferendspiel, in dem Leon die leicht schlechtere Bauernstruktur, jedoch die bessere Figurenstellung hatte. Letztendlich kam keine Seite voran.
½:½

Endstand somit 5½:2½. Pflicht erfüllt.

Mit der Pension war alles prima: mitten in der recht netten Innenstadt Sangerhausens und auch das Frühstück war in Ordnung. Gut gemacht, Leon! Und vor allem rechtzeitig gebucht: die Neuberger kümmerten sich zu spät um eine Unterkunft und mussten in irgendeinem Ort 30 km entfernt nächtigen.


3. Spieltag: Sangershausen – BvK 3 : 5

 1 Strache,Michael        1 : 0 De Visser,Leon          3  
 2 Hillmann,Michael       0 : 1 Holvason,Juri           5  
 3 Hellwig,Tobias         0 : 1 Wege,Jochen             6  
 4 Guenther,Christian     ½ : ½ du Maire,Jerome         7  
 5 Heyder,Florian         + : - Guenther,Peter          8  
 7 Duchrow,Oliver         0 : 1 Schwenkreis,Thomas      9  
 8 Engelmann,Jakob        ½ : ½ Rueger,Erhard          10  
10 Korte,Mario            0 : 1 Bagatsch,Thomas        16

Wie im Vorfeld schon erwähnt rechneten wir uns gegen Sangerhausen nicht viele Chancen aus. Zwar hatten wir sie in der vorletzten Saison schon mal mit 7 Leuten bezwungen, doch abgesehen von Juri waren damals die oberen Bretter alle dabei. Aber gut, kein Grund, die Flinte früh ins Korn zu werfen.

Um Erhard abermals die weißen Steine zuzuschustern, habe ich Peter für den kampflosen Punkt gemeldet. Hoffe das ging in Ordnung.
0:1

Jerome kam mit Schwarz zu schnellem Ausgleich und nahm das gegnerische Remisangebot an.
½:½

Jochen erzielte den Ausgleichstreffer. In einer Aljechin-Verteidigung hielt er die gegnerischen Figuren die ganze Partie über passiv und obsiegte im Königsangriff. Saubere Vorstellung. 1:0
Noch beeindruckender war die Vorstellung von „Mr 100%“ Juri. Für eine Qualität erhielt er starken Königsangriff. Trotz knapper Zeit fand er in einer komplizierten Stellung die stärksten Züge und setzte am Schluss matt!
1:0

Leon kam schlecht aus der Eröffnung und es gelang ihm die ganze Partie nicht, irgendwie aktiv zu werden. Er verlor einen Bauern und sein Gegner verwertete ihn recht mühelos.
0:1

Der Schreck des Ostens kam zu seinem zweiten vollen Punkt. Nach von Thomas B. kreativ gespielter Eröffnung startete der Gegner einen Königsangriff. Thommy konnte die Attacke abwehren und bei dieser Gelegenheit einen Bauern erobern. Weiterer Materialgewinn folgte, und nach einem unmöglichen Zug gab der entnervte Gegner auf.
1:0

Nach der Eröffnung war bei Erhard wieder mal was schiefgelaufen. Um nicht nur passiv herumzustehen, opferte er vernünftigerweise lieber sofort einen Bauern für einige Schwindelchancen. Eine gute Strategie: der Gegner fiel gleich auf den ersten dummen Trick herein. Leider fand Erhard im Folgenden nicht die stärkste Fortsetzung und ließ auch im weiteren Partieverlauf nach, so dass er lieber die Notbremse zog und in ein totremises Endspiel abwickelte. Auch angesichts des Mannschaftsstandes eine weise Entscheidung.
½:½

So lag es an Thomas S., den zweiten Mannschaftssieg an diesem Wochenende einzufahren. Die Voraussetzungen waren gut: er bekam in der Eröffnung einen Bauern geschenkt und eroberte im Damen-Leichtfigurenendspiel einen weiteren. Da hatten wir Mannschaftskollegen Verständnis, dass er Remis ablehnte, um endlich seinen ersten Punkt für die Erste diese Saison einzufahren. Wenngleich wir etwas nervös wurden, als er mit Bauernzügen seine Königsstellung entblößte. Doch es wurde alles gut.
1:0

5:3. Hurra!!

Auf der Hinfahrt testeten wir die Route über die A 38 (Südharzautobahn, Sangerhausen nach Göttingen). Zwar ungefähr gleich weit, aber schneidet dennoch deutlich schlechter ab: mehr Verkehr und vor allem die lästigen Kasseler Berge. Fürs nächste Mal wissen wir Bescheid.
Hätte ein perfektes Wochenende werden können. Blöde Eintracht.





24.09.
2014
Gulsana ist Hessenmeisterin

Hessische Fraueneinzelmeisterschaft 2014

Rang Teilnehmer Titel TWZ At Verein/Ort Land S R V Punkte Buchh
1. Barpiyeva, Gulsana WFM 2098 w SC Brett vorm Kopp Ffm KRZ 5 0 0 5.0 12.0
2. Ries, Jutta   1970 w SC Babenhausen D 4 0 1 4.0 15.0
3. Bornschier, Lisa   1467 w SK Turm Bad Hersfeld D 3 0 2 3.0 13.0
4. Krauße, Vanessa   1552 w SK Turm Bad Hersfeld D 3 0 2 3.0 9.5
5. Schäfer, Jessica   1075 w SK Turm Bad Hersfeld D 2 1 2 2.5 11.5
6. Saul,Lydia   1163 w Sfr. Erbach D 1 1 3 1.5 14.5
7. Bolender, Luisa   1185 w SK Turm Bad Hersfeld D 1 0 4 1.0 13.5
8. Gukasjan, Irina   834 w Mündener SC von 1925 D 0 0 5 0.0 11.0


Sie war als die Vizemeisterin des Vorjahres und von der DWZ her die erklärte Favoritin und hatte – auf dem Papier – in Jutta Ries nur eine wirklich ernst zu nehmende Gegnerin in einem mit nur acht Teilnehmerinnen sehr dünn besetzten Turnier. Doch das auch zu realisieren, ist in der Regel ein langer Weg, und wohl auch Gulsana bestens gelungen.

Großartig, herzlichen Glückwunsch Gulsana!!

Es ist doch schön, den ruhmreichen Verein Schachclub Brett vorm Kopp nicht mehr nur in der Hessischen Säumnisgelder- und Strafgebührenstatistik an der Spitze, sondern auch mal in einer sportlichen Schlagzeile zu sehen. Das heißt ‚auch mal wieder‘, denn zuletzt haben sich auch Markus Koch im so genannten Normalschach und Jochen Wege im Blitzeinzel sich und ihren großartigen Verein mit den Titeln von Bezirksmeistern geschmückt. Und Gulsana war im vergangenen Jahr schon Pokal-Einzelmeisterin.

Der Präsident ohne Wenn und Aber erwartet doch sehr, dass sich unter den von Gulsana angesprochenen Spielern im Verein einige finden, die sie im vorbereitenden Training für die Deutschen Meisterschaften unterstützen.





21.09.
2014
1. Mannschaft / Runde 1
von Jochen


Wacker gekämpft

1. Spieltag: Neuberg – BvK 5 : 3

SF Neuberg               5 - 3 BvK Frankfurt               

1 Lubbe,Nikolas          1 : 0 Karabalis,Harilos       1   
2 Ohme,Melanie           1 : 0 Koch,Markus             2   
3 Seifert,Christopher    1 : 0 De Visser,Leon          3   
4 Wahedi,Ahmad Siar      0 : 1 Holvason,Juri           5   
5 Overbeck,Thorsten      ½ : ½ Wege,Jochen             6   
6 Kuenstler,Christian    ½ : ½ du Maire,Jerome         7   
7 Lutz,Klaus-Juergen,Dr. 1 : 0 Schwenkreis,Thomas      9   
8 Schaffer,Hendrik       0 : 1 Syed,Tareq             15

Zum Saisonauftakt galt es hauptsächlich, eine Klatsche zu vermeiden, denn es ging gegen den Aufstiegsaspiranten Neuberg. An allen Brettern deutlich ELO-stärker als wir.

Samstag früh schlechte Kunde: Stefan meldete sich krank (oder war es doch die Angst vor Angstgegner Ahmad Siar Wahedi?). So kurzfristig war es schwer, noch Ersatz aufzutreiben; nach vielen Absagen war ich schlussendlich bei Tareq erfolgreich (den ich eigentlich für die erste Doppelrunde vorgesehen hatte.. muss ich mir halt was Anderes überlegen).
Vielen Dank!

Nächster Stolperstein war die Anreise: eine Baustelle am Ortseingang verhinderte die Fahrt in die Stadtmitte. Wir (also Jochens Auto) nahmen eine andere Autobahnauffahrt, das kostete locker 25 Minuten und wir trafen erst kurz vor Anpfiff ein. Hoffentlich würden die Anderen bereits gemeldet haben. Nein - sie waren noch gar nicht da. Denn Thomas nahm die ausgeschilderte Umleitung, was noch mehr Zeit kostete. Im Nachhinein hätte man wohl probieren sollen, ob man irgendwie durch die Baustelle gekommen wäre, war ja Sonntag früh. Doch zu aller Verblüffung gab es keine Zeitstrafe. Das haben wir auch schon anders erlebt, selbst bei nur zwei Minuten Verspätung.


Eine spannende Stellung ergab sich bei Harilos: er rochierte kurz, der Gegner lang und beide Seiten attackierten den gegnerischen König. Am Damenflügel war nichts los. Am Königsflügel schlug der schwarze Angriff durch.
0:1

Eine ähnliche Stellung hatte auch Markus auf dem Nachbarbrett, bloß mit vertauschten Farben. Am Königsflügel war nichts los. Am Damenflügel schlug der weiße Angriff durch. Mit einer sehenswerten Kombination wurde Markus matt gesetzt.
0:1

Jochen wählte gegen Caro-Kann eine Nebenvariante und schien im weiteren Partieverlauf dauerhaft einen kleinen Vorteil zu haben. Dieser verflüchtigte sich nach einigen Abtäuschen, so wurde bald Frieden geschlossen.
½:½

Neuzugang Jerome startete ebenfalls mit einem halben Punkt in die Saison. Im frühen Mittelspiel verkombinierte er sich ein wenig und musste mit Dame und Bauer gegen Turm und zwei Leichtfiguren kämpfen. Doch die Agilität der Dame veranlasste seinen Gegner zu einem Remisangebot.
½:½

Konfrontiert mit der Aussicht, langsam am Damenflügel erdrückt zu werden, ergriff Tareq drastische Maßnahmen: unter materiellen Opfern fiel er über den weißen König her. Der sauber vorgetragene Angriff führte zu entscheidendem Materialgewinn. Tolle Vorstellung!
1:0

Leon opferte, wie im Katalaner üblich, den Bauern auf c4. Normalerweise temporär. Doch der Gegner gab ihn einfach nicht wieder her. Zwar erlangte Leon schöne Kompensation, die sich allerdings mit der Zeit verflüchtigte.
0:1

Eine erfreuliche Überraschung gab es bei Juri. In einem damenlosen Mittelspiel musste er sich den Angriffen unseres wohlbekannten Schachfreundes Siar ‚Fitschel‘ Wahedi erwehren. Letzterer opferte inkorrekt einen Bauern und Juri brachte die Partie sauber nach Hause.
1:0

Beim Stand von 3:4 gab es somit noch die theoretische Chance auf einen Mannschaftspunkt. Allerdings sehr theoretisch – im Endspiel hatte Thomas Qualität und Bauer weniger. Da half auch das agile Springerpaar nicht.
0:1


Mit drei Brettpunkten nach einem Spieltag Tabellenletzter zu sein, ist etwas unverdient. Doch wenn wir weiterhin diese Leistung abrufen, sollte es nach der nächsten Doppelrunde hoffentlich ganz anders aussehen. MitteOktober wissen wir mehr!






02.09.
2014
Saisonausblick 2014/2015 1. Mannschaft
von Jochen

Wie immer als Einstimmung der alljährliche Saisonausblick

Die Zahl hinter den Vereinsnamen ist der Elodurchschnitt der ersten acht Bretter. Sieht sehr nach einer Zweiklassengesellschaft aus: während vier Mannschaften sich Hoffnung auf den Aufstieg machen können, kann von den restlichen Mannschaften wohl jede mit etwas Pech in den Abstiegsstrudel geraten.

Empor Erfurt, 2259
Wie gehabt – vorne einige Topspieler, ansonsten solide Truppe. Und wir haben leider schon wieder kein Auswärtsspiel dort.
Mittelfeld

BvK Frankfurt, 2197
Die sympathische Kneipentruppe hat mit Neuzugang Jérôme etwas für die Ossi-Quote getan und sollte sich in der Liga behaupten können. Wichtige Kämpfe finden bereits in den Runden 2-5 statt, also ein Appell ans Stammpersonal: bitte Termine unbedingt freihalten!
Mittelfeld

Gießen, 2195
Alex Donchenko weg, und auch Georg Legde hat sich einen sympathischeren Verein (also anderen) gesucht. Die fetten Jahre sind vorbei, doch die solide Ersatzbank sollte die Mittelhessen bequem in der Liga halten.
Mittelfeld  

Heusenstamm, 2348
Nachdem der Aufstieg letztes Jahr doch recht klar verfehlt worden ist, wurde personell nochmal kräftig nachgelegt. Es bleibt abzuwarten, ob viele gute einzelne Spieler auch eine gute Mannschaft ergeben.  Mitfavorit  

Schott Jena, 2175 
Können mittlerweise fast als festes Inventar in der OLOB bezeichnet werden. Keine Überraschungen bei der Aufstellung. Werden wieder um den Klassenerhalt kämpfen müssen. 
Abstiegskandidat  

Kassel, 2292 
Auch Kassel hat sich verstärkt und wird ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden. Wenn ich so auf den Spielplan schaue – warum schon wieder Doppelrunde dort, hatten wir doch erst letzte Saison?! So toll ist Kassel nun auch nicht. 
Mitfavorit  

Marburg, 2214 
Noch immer ist mir schleierhaft, wie es den Marburgern gelungen ist, vor zwei Saisons den Gang in die Hessenliga anzutreten. Nochmal werden die nicht so blöd sein. 
Mittelfeld  

Merseburg, 2091 
Wo ist Merseburg? „Merseburg ist eine Dom- und Hochschulstadt an der Saale im südlichen Sachsen-Anhalt“. Soweit ich weiß, der erste Auftritt in der OLOB. Das wird schwer. 
Abstiegskandidat  

Neuberg, 2300 
Unser Reisepartner konnte trotz Abstieg seine Truppe zusammenhalten und wird folgerichtig wieder oben mitspielen. Ich freue mich auf die gemeinsamen Doppelrunden. Hoffe, wir können einige Bierchen zusammen zischen! 
Mitfavorit  

Oberursel, 2330 
Nochmal so eine Saison wie die letzte soll es nicht nochmal geben, daher wurde Geld in die Hand genommen und kräftig in der Konkursmasse von Offenbach gewildert. Werden wieder ganz oben mitspielen. 
Mitfavorit  

Sangerhausen, 2183 
Auch die Anhalter sind mittlerweile schon einige Jahre in der OLOB dabei. Vielleicht wird es nächstes Jahr in eine andere Staffel, nicht aber in eine andere Liga gehen. 
Mittelfeld  

Weimar, 2103 
Schade, wieder kein Auswärtsspiel dort. Ich sollte im Vorfeld doch mal bei der Staffelleitung Bescheid bezüglich Reisewünsche geben. 
Abstiegskandidat  

Und mein Tipp für die Abschlusstabelle: 
1. Kassel
2. Neuberg
3. Heusenstamm
4. Oberursel
5. Marburg
6. Empor Erfurt
7. Frankfurt
8. Sangerhausen
9. Gießen
10. Jena
11. Weimar
12. Merseburg