Saison 2016/2017


10.05.
2017
1. Mannschaft / Saisonabschluss
von Jochen


Das verflixte 13. Jahr

Ein Blick auf unsere Gesamtbilanz offenbart: der Abstieg kam nicht überraschend. Gerade mal vier Stammspieler absolvierten mehr als die Hälfte der Einsätze, zudem agierten viele von uns völlig außer Form. Insgesamt erzielten wir zwölf Partiegewinne in der gesamten Saison. Das ist sehr, sehr wenig.

Zur  Einzelkritik:

Leon De Visser
Hatte es schwer am Spitzenbrett. Mit mehr Zähigkeit wären einige halbe Punkte mehr drin gewesen.
+1 =3 -7
2,5 / 11
23%

Juri Holvason
Unser estnischer Legionär wurde für die Doppelrunden eingeflogen. Abgesehen von der letzten, als wir es verbummelten, rechtzeitig nach Flügen zu schauen.
+0 =2 -2
1 / 4
25%

Markus Koch
Eine Saison zum Vergessen.
+1 =1 -7
1,5 / 9
17%

Stephan Wendel
Auch bei Stephan lief es anfangs überhaupt nicht rund, konnte am Saisonende seine Bilanz deutlich aufbessern.
+2 =4 -3
4,0 / 9
44%

Harilos Karabalis
Erwartungsgemäß selten am Brett. Wir verschweigen mal generös, dass die Gewinnpartie kampflos war.
+1 =1 -1
1,5 / 3
50%

Jochen Wege
Dank eines beherzten Endspurts konnte Jochen noch ein angesichts der Gegnerschaft durchschnittliches Ergebnis erzielen.
+5 =4 -2
7 / 11
64%

Rainer Vollmar
Hätten uns mehr Partien und Punkte gewünscht.
+0 =1 -2
0,5 / 3
17%

Hendrik Kues
Auch von Hendrik hätten wir uns (und er wohl selbst auch) mehr erhofft.
+0 =4 -1
2 / 5
40%

Erhard Rüger

Hätten uns mehr Partien und Punkte gewünscht.
+0 =0 -2
0 / 2
0%

Cliff Walther
Schade, dass es nicht mit Erfurt geklappt hat.
+0 =0 -1
0 / 1
0%

Johannes Engel
Einmal siegreich!
+1 =0 -1
1,0 / 2
50%

Gulsana Barpiyeva
Neben Jochen als Einzige vom Ergebnis her über 50%.
+1 =2 -0
2,0 / 3
67%

Joachim Waffenschmidt
Wenigstens Einer, der meine Leiden als Mannschaftsführer nachvollziehen konnte.
+0 =3 -1
1,5 / 4
38%

Tareq Syed
Schwer zu schlagen war mal wieder Tareq. Für höhere Aufgaben berufen.
+0 =7 -1
3,5 / 8
44%

Andreas Göbel
Oft dabei, wenn benötigt!
+0 =3 -1
1,5 / 4
38%

Thomas Bagatsch
Diesmal kein Schreck des Ostens.
+0 =1 -1
0,5 / 2
25%







07.05.
2017
1. Mannschaft / Runde 10 und 11
von Jochen


Unwürdiger Abschluss

Das Leben ist nicht wunderbar,
Und hier ist es unsäglich.
Hier sagt man „Frohes neues Jahr“
Vor lauter Unglück täglich.

Im Winter darben Mensch und Schwein
Mit Pommes und Polenta.
Im Sommer fallen Spinner ein
Und machen documenta.

Die City wie aus Haß gerührt,
Der Bahnhof ein Schlamassel.
Leb’ du zur Not in Ulm und Fürth,
Doch nie, niemals in Kassel.

Ob es diese weise Worte von Thomas Gsella waren, weswegen das Spiellokal kurzfristig nach Baunatal verlegt wurde, sei dahingestellt. Wie auch immer, die Hoffnung, etwas Zählbares aus den vorerst letzten Oberligaspielen mitzunehmen, zerstob bereits im Vorfeld. Insgesamt 11 (elf) Spieler waren nicht verfügbar; da erkennt der kundige Mathematiker anhand der Kadergröße von 16 Spielern sofort: wir waren zu fünft am Start. Dementsprechend verhielt sich auch die Motivation. Immerhin reichte mal nur ein Auto zur gemeinsamen Anreise.


Runde 10: Sangerhausen – BvK I   5½ : 2½
 1 Strache,Michael        ½ : ½ De Visser,Leon          1
 3 Guenther,Christian     + : - Koch,Markus             3
 4 Richter,Dustin         ½ : ½ Wendel,Stephan          4
 5 Engelmann,Jakob        + : - Karabalis,Harilos       5
 6 Hellwig,Tobias         ½ : ½ Wege,Jochen             6
 7 Hillmann,Michael       ½ : ½ Waffenschmidt,Joachim  13
 8 Duchrow,Oliver         ½ : ½ Syed,Tareq             14
 9 Buerckner,Georg        + : - Bagatsch,Thomas        16

Jochen machte schnell remis und eine Kneipe für Fußball ausfindig.
½:½

Auch Stephan, Joe und Leon schafften es rechtzeitig vor Anpfiff.
½:½
½:½
½:½

Tareq setzte sich lieber in die Sonne und las ein Buch.
½:½


Runde 11: BvK Frankfurt I – Kassel   2½ : 5½
 1 De Visser,Leon         0 : 1 Rafiee,Makan            1
 3 Koch,Markus            - : + Grafl,Florian           2
 4 Wendel,Stephan         1 : 0 Hahn,Markus             3
 6 Wege,Jochen            1 : 0 Humburg,Philipp         4
 8 Kues,Jarl-Hendrik      - : + Kersten,Uwe             5
13 Waffenschmidt,Joachim  0 : 1 Kearns,Christopher      7
14 Syed,Tareq             ½ : ½ Sergin,Mark             9
16 Bagatsch,Thomas        - : + Cherny,Andrey          10

Die Kasseler wollten spielen. Nichts mit früher Heimfahrt.
 
Leon stand die ganze Partie über unter Druck, bei knapp werdender Zeit verlor er die Partie.
0:1

Wieder mal ein Remis produzierte Tareq. Wie üblich stand er etwas gedrückt, doch ansonsten war in der Stellung nicht viel los.
½:½

Ehrgeizig zeigte sich der Gegner von Jochen: erst lehnte er Remis ab, dann opferte er Material, um an Jochens König heranzukommen. Ein Dauerschach wäre ein verdienter Abschluss der Partie gewesen. Doch dies wurde verschmäht, so konnte Jochen seine Stellung konsolidieren und schließlich seinerseits mattsetzen.
1:0

Nachdem er die Eröffnung ungenau behandelt hatte, sah sich Stephan zu einem Qualitätsopfer genötigt. Angesichts knapp werdender Bedenkzeit gab sein Gegner das Material früh zurück. In weiterhin komplizierter Stellung behielt Stephan die bessere Übersicht.
1:0

Joe stand nach der Eröffnung total überlegen und hätte den Sack wohl schon taktisch zumachen können. Stattdessen fiel er auf den einzigen billigen Trick herein, den der Gegner noch hatte, und büßte die Qualität ein. Nach langem Leiden ging das Endspiel verloren.
0:1

Somit auch 2,5 Punkte. Da hätten die Kasseler genausogut die fünf Remisen annehmen können. Egal. Saisonabschlussbericht, Statistiken etc. folgen in den nächsten Tagen.








23.04.
2017
1. Mannschaft / Runde 9
von Jochen


Hessenliga wir kommen!

Medizin Erfurt – BvK Frankfurt I   4½ : 3½
 1 Wehner,Janis           ½ : ½ De Visser,Leon          1
 2 Hausknecht,Matthias    1 : 0 Koch,Markus             3
 4 Nguyen,Huy Dat         ½ : ½ Wendel,Stephan          4
 5 Kirschbaum,Gunnar      0 : 1 Wege,Jochen             6
 6 Reichel,Norbert        ½ : ½ Kues,Jarl-Hendrik       8
 7 Mueller-Ludwig,Kristin ½ : ½ Barpiyeva,Gulsana      12
10 Jakob,Matthias         1 : 0 Syed,Tareq             14
11 Zeuner,Ulrich          ½ : ½ Goebel,Andreas         15

Ein Sieg beim Tabellenletzten sollte Pflicht sein, um Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Wieder fehlten die üblichen Kandidaten, als Ersatz spielten diesmal Gulsana, Tareq und Big G.

Im Vorfeld hatte ich nach Studium der Tabelle prognostiziert, dass wir den möglichen Klassenerhalt gewiss nicht über die Brettpunkte erreichen würden und uns daher nur darauf konzentrieren sollten, den Mannschaftskampf irgendwie zu gewinnen. Eine ungeschickte Aussage, die anscheinend einige unserer Recken zu schnellen Punkteteilungen inspirierte:

Leon war gesundheitlich etwas angeschlagen und begnügte sich schnell mit Remis.
½:½

Gulsana hatte eine schöne Igelposition auf dem Brett. Da war ich als großer Anhänger dieser Struktur natürlich gespannt, wie sich diese Partie weiterentwickeln würde. Schade, dass früh Frieden geschlossen wurde.
½:½

Hendrik erreichte aus Eröffnung und Mittelspiel keine Stellung, die Aussichten auf Spiel auf Gewinn bot und begnügte sich ebenfalls mit Remis.
½:½

Ärgerlich die Punkteteilung bei Stephan. Er bot just in dem Moment remis an, als sich die Stellung gerade zu seinen Gunsten entwickelte. Was er natürlich erst in der Analyse sah.
½:½

Seine Zähigkeit bewies Big G, der die ganze Partie über gegnerischen Druck standhalten musste, aber die Partie letztlich sicher in den Remishafen führte.
½:½

Tareq beendete zu einem für uns denkbar ungünstigen Zeitpunkt seine Serie ungeschlagener (also Remis-) Partien. Die ganze Zeit stand er schlechter, und als er unverhofft doch mal die Gelegenheit für aktives Spiel bekam, versäumte er diese.
0:1

Jochen sorgte für den Ausgleich. Der  Positionsspieler zeigte, dass er auch in taktischen Gefilden gut zurechtkommt und erreichte aus einem unübersichtlichen Handgemenge ein klar besseres Endspiel.
1:0

Noch vor der ersten Zeitkontrolle waren somit bereits sieben Partien beendet. Es lag an Markus, für die Entscheidung zu sorgen – natürlich wollten wir mehr als ein 4:4. In einer igelähnlichen Struktur öffnete er nach meinem Geschmack die Stellung zu früh, nach und nach wurde er überspielt.
0:1

Hm, das war’s dann wohl. Wenigstens einigermaßen früh daheim gewesen.







19.03.
2017
1. Mannschaft / Runde 8
von Jochen


Zweites Frankfurter Derby

BvK Frankfurt – SC 1961 König Nied   5 : 3
 1 De Visser,Leon         0 : 1 Zimmermann,Hendrik      1
 3 Koch,Markus            1 : 0 Uwira,Oliver            2
 4 Wendel,Stephan         1 : 0 Staller,Peter           3
 6 Wege,Jochen            1 : 0 Chandler,Patrick        4
 7 Vollmar,Rainer         ½ : ½ Prenzler,Daniel         5
 8 Kues,Jarl-Hendrik      ½ : ½ Graf,Gerd               6
14 Syed,Tareq             ½ : ½ Perlitz,Sven            7
15 Goebel,Andreas         ½ : ½ Goll,Christof           8

Auch im zweiten Frankfurter Stadtderby brachten wir sechs Stammspieler ans Brett und konnten starke Ersatzleute aufbieten. Allein, unser Optimismus hatte in den letzten Runden etwas nachgelassen.

Ein frühes Remis produzierte Big G. Anscheinend Glück für uns – ich habe die Partie nicht näher verfolgt; doch zwischenzeitlich hatte Big G wohl was eingestellt, der Gegner dies aber nicht gesehen.
½:½

Bereits ausgangs der Eröffnung gewann Jochen einen Bauern bei besserer Stellung, im Mittelspiel gesellte sich durch einen kleinen taktischen Trick noch eine Qualität dazu. Direkt anschließend entschied ein vorgerückter Freibauer.
1:0

Nichts Neues bei Tareq. Weder von der Spielanlage her noch vom Ergebnis.
½:½

Stephan baute unsere Führung aus. Er nutzte seinen Entwicklungsvorsprung, indem er die Stellung öffnete und mit seinen aktiven Figuren ein Gemetzel im gegnerischen Lager anrichtete.
1:0

Lange leiden musste Rainer mit einem Minusbauern im Endspiel. Jedoch fand der Gegner nicht die richtigen Pläne, so dass wir den halben Punkt retten konnten.
½:½

Anstatt seinen König wegzurochieren, streute Leon in einer Stellung, in der recht wenig los zu sein schien, einen Sicherheitszug zu viel ein. Dies gab dem Gegner die Gelegenheit, über den Damenflügel in Leons Stellung einzudringen, wonach Materialverlust nicht zu vermeiden war.
0:1

Markus ging im Mittelspiel ein Bauer verloren. Doch mittels findigen Spiels gelang es ihm, Gegenchancen zu kreieren. In den daraufhin folgenden Komplikationen gewann er eine Figur, später das Endspiel.
1:0

Hendrik stand die ganze Partie unter Druck und konnte mühsam so in ein nur etwas schlechteres Turmendspiel abwickeln. Ob das objektiv remis war, wissen die Tablebases. Mir war das zu kompliziert. Hendrik schaffte es zu guter Letzt.
½:½

Von 93% Abstiegswahrscheinlichkeit auf nunmehr 68%.
So schnell kann’s gehen.








05.03.
2017







19.02.
2017
1. Mannschaft / Runde 6 und 7
von Jochen


Mit sechs

Erstmals in dieser Saison konnten wir alle an den Brettern 1 bis 6 gemeldeten Spieler ans Brett bringen. Gegen Marburg sollten dringend benötigte Mannschaftspunkte möglich sein, vielleicht gar auch gegen unseren Angstgegner Oberursel?


Runde 6: BvK Frankfurt – SV Oberursel   2 : 6
 1 De Visser,Leon         0 : 1 Dubiel,Jacek            1
 2 Holvason,Juri          ½ : ½ Margolin,Boris          2
 3 Koch,Markus            0 : 1 Michaelsen,Nils         3
 4 Wendel,Stephan         ½ : ½ Reschke,Stefan          4
 5 Karabalis,Harilos      0 : 1 Schlamp,Robert          5
 6 Wege,Jochen            ½ : ½ Haubt,Georg             6
10 Walther,Cliff          0 : 1 Koller,Jens             7
14 Syed,Tareq             ½ : ½ Haakert,Juergen         8

Oberursel lief in voller Kapelle auf. Würde schwierig werden mit Mannschaftspunkten.

Ganz schnell machte Stephan remis.
½:½

Tareq kam mit ungewöhnlich agressivem Spiel (er bewegte gleich zwei Bauern zwei Felder nach vorne!) mit Vorteil aus der Eröffnung und akzeptierte das Remisangebot seines deutlich favorisierten Gegners.
½:½

Völlig chancenlos ging Harilos in seiner Partie unter. Im Zentrum und am Königsflügel ging nichts, am Damenflügel wurde er plattgedrückt.
0:1

Markus stand im Mittelspiel schwierig und ging am Schluss gar über die Zeit.
0:1

Jochen opferte ambitioniert in der Eröffnung eine Figur für drei Bauern; es erwies sich allerdings als schwierig, die Bauern in Marsch zu setzen. Durch einen Fingerfehler geriet er in Verluststellung, konnte aber in gegnerischer Zeitnot einen halben Punkt retten.
½:½

Leon musste nach Ungenauigkeiten in der Eröffnung einen Springer für zwei Bauern geben. Zwar blieb die Stellung kompliziert, doch letztendlich setzte sich die Mehrfigur durch.
0:1

Cliff, der für eine Partie extra aus Erfurt angereist kam (nochmals danke dafür!), hatte eine ganz angenehme Stellung, spielte dann wohl zu ehrgeizig und landete in einem hoffnungslosen Endspiel.
0:1

Äußerst unterhaltsam lief die Partie Juri. Im Mittelspiel eroberte er die gegnerische Dame für einen Turm, doch die Lage blieb kompliziert. In Zeitnot ging eine Figur verloren, wonach Juri schlechter stand, doch am Schluss konnte er sich in eine Zugwiederholung retten.
½:½

Die Schwarzbilanz ist ausbaufähig. Die Weißbilanz natürlich auch.


Runde 7: SK Marburg – BvK Frankfurt   5 : 3
 3 Alber,Horst            0 : 1 De Visser,Leon          1
 4 Henrich,Thomas         1 : 0 Holvason,Juri           2
 5 Rolle,Eric             1 : 0 Koch,Markus             3
 6 Duncker,Joachim        1 : 0 Wendel,Stephan          4
 7 Schmidt,Arnd           - : + Karabalis,Harilos       5
 8 Foermes,Alexander      1 : 0 Wege,Jochen             6
10 Neidhardt,Helge        ½ : ½ Syed,Tareq             14
14 Kuhn,Gerhard           ½ : ½ Goebel,Andreas         15

Die Marburger waren ersatzgeschwächt und obendrein nur zu siebt angetreten. Da sollten Punkte her!
 
Harilos profitierte vom kampflosen Punkt. Damit schon der zweite unserer Stammspieler mit einer Gewinnpartie, hurra!
1:0

Abermals ein Remis steuerte Tareq bei. In einer Philidor-ähnlichen Struktur passierte nicht viel.
½:½

Mit einfachsten Mitteln wurde die Stephans Rochadestellung attackiert – doch es war schwer, eine ädaquate Verteidigung dagegen zu finden. Stephan gelang es nicht.
0:1

Eine saubere Partie spielte Andy und verdiente sich völlig problemlos einen halben Punkt.
½:½

Nachdem der Gegner seine agressiven Pläne am Königsflügel offenbarte, opferte Jochen einen Bauern am anderen Flügel und erhielt schönes Figurenspiel. Leider unterschätzte er in der Folge die gegnerischen Angriffschancen völlig und wurde mattgesetzt.
0:1

Für Markus läuft die Saison nicht ganz rund. Was diesmal passierte, habe ich leider nicht mitbekommen.
0:1

Die nächste Gewinnpartie für BvK 1 steuerte Leon bei! Die ganze Partie über stand er leicht besser und gewann bei knapper gegnerischer Zeit entscheidend Material.
1:0

Beim Stand von 3:4 hatte wieder Juri die letzte Partie. Hoffnung auf einen Mannschaftspunkt gab es in einem klar schlechteren Turm-Läufer-Endspiel nicht.
0:1







11.02.
2017
Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft / Frankfurt
von nixblick
Doppelerfolg für BvK

Das war deutlich: Mit 2 Mannschaftspunkten Vorsprung wurde unsere 2. Mannschaft "Bezirks-Mannschaftsmeister der zweiten Mannschaften". Da wir leider die ersten 6 Runden nur zu dritt (Frank, André & Armin) antraten, war das so nicht zu erwarten.
Durch den aufopferungsvollen Einsatzes von Armin, waren wir aber immerhin zu dritt. Danke auch an den Turnierleiter Christoph Hambel, der ein Einsehen hatte und so für alle Anwesenden einen schönen Schachnachmittag ermöglichte. Ab der 7. Runde kompletiert durch Harilos. Vielen Dank auch an ihn, der sich nicht zu schade war, für die zweite Mannschaft zu spielen... :)

Als intimer Kenner der BvK Spielerszene konnte man schon erwarten, das unsere 1. Mannschaft um den Titel mitspielen würde. Die Art und Weise wie, war dann recht beeindruckend. Mit 10 Mannschaftssiegen in Folge und einem Unentschieden, sowie 35,5 von 44 geholten Brettpunkten, ein absolut verdienter Erfolg. Glückwunsch an Jochen, Stephan, Top Scorer Hendrik und Joe! Hier das Siegerfoto kurz vor der Bierdusche vor dem Rewe im Nordwestzentrum. Einmalige Momente der Vereinsgeschichte.





Das hat Spaß gemacht!
Jede Menge Statistik: Blitz-Mannschaftsmeisterschaft



15.01.
2017
1. Mannschaft / Runde 5
von Jochen


Erstes Frankfurter Derby

BvK Frankfurt – SAbt. FTV 1860   2½ : 5½
 1 De Visser,Leon         ½ : ½ Keller,Peter            1  
 3 Koch,Markus            0 : 1 Telljohan,Sven          2  
 4 Wendel,Stephan         0 : 1 Brueggemann,Ludger      3  
 6 Wege,Jochen            1 : 0 Rutkowski,Ingo          4  
 7 Vollmar,Rainer         0 : 1 Diyap,Murat             6  
 8 Kues,Jarl-Hendrik      ½ : ½ du Maire,Jerome         7  
 9 Rueger,Erhard          0 : 1 Krzesinski,Paul         8  
13 Waffenschmidt,Joachim  ½ : ½ Titsch,Leonhard        10

Im Frankfurter Stadtderby schienen unsere Chancen nicht schlecht. Immerhin brachten wir sechs Stammspieler ans Brett und wir hatten mit Jesus und Joe starke Ersatzleute. Zeit für die ersten Mannschaftspunkte!

Hendrik produzierte gegen den ehemaligen BvKler Jerome ein schnelles Remis.
½:½

Jochen fiel auf einen Eröffnungstrick hinein und musste viel Zeit investieren, in einer zumindest nur leicht schlechteren Stellung zu landen (und nebenbei der Versuchung widerstehen, ein mögliches Remis durch Zugwiederholung zu produzieren). Ausgangs der Eröffnung beging der Kontrahent einen Fingerfehler, was eine ganze Figur kostete.
1:0

Jesus verleibte sich optimistisch einen Zentralbauern ein, gab dafür jedoch seinen wichtigen Schwarzfelder und geriet zudem in Entwicklungsrückstand. Zu spät erkannte er, wie kritisch die Stellung tatsächlich war; bei zäherer Verteidigung hätte dies eine spannende Partie werden können.
0:1

Joe büßte im Mittelspiel einen Bauern ein. Da die Stellung zu dem Zeitpunkt jedoch hinreichend verflacht war, kam er relativ problemlos zum halben Zähler.
½:½

Stephan behandelte die Eröffnung ungeschickt und geriet schon früh unter Druck. Zwischenzeitlich sah es bei beiderseits knapp werdender Zeit so aus, als könne er die Partie vielleicht noch drehen, doch letztlich schlug der gegnerische Angriff durch.
0:1

Ziemlich mühelos gelang es Rainer, seinen Gegner komplett zu überspielen. Tja, bis er in ein Endspiel überleitete, das er komplett fehleinschätzte. Seine zwei Leichtfiguren erwiesen sich als zu kurzschrittig gegen einen mobilen gegnerischen Turm. Eine völlig unnötige, bittere Niederlage.
0:1

Markus verfügte in einem Turm-Springer-Endspiel über einen Freibauern, bei dem nicht ersichtlich war, ob der zur Stärke oder Schwäche neigte. Doch selbst wenn der Bauer erobert werden sollte, könnte man das sicherlich so deichseln, in einem remisen Turmendspiel zu landen. Tja, hätte man wohl können.
0:1

Leon versuchte sich noch lange an Ergebniskosmetik. Er stand die ganze Partie über minimal besser, doch der Gegner verteidigte sich umsichtig.
½:½

Hessenliga ist vielleicht gar nicht so schlimm. (Meistens) sind die Fahrten nicht so weit, keine Kosten für Schiedsrichter (wobei es diesen Sonntag bezüglich der Schiedsrichterleistung nichts zu meckern gab, sollte man auch mal erwähnen),  man kann ausschlafen, nach dem Kampf sind die Kneipen geöffnet ... bloß die ELO-Auswertung wird fehlen.







04.12.
2016
1. Mannschaft / Runde 4
von Jochen


Der Frustfaktor steigt

BvK Frankfurt – Empor Erfurt   1½ : 6½
 1 De Visser,Leon         0 : 1 Teske,Henrik            1
 3 Koch,Markus            0 : 1 Langheinrich,Ferenc     2
 4 Wendel,Stephan         ½ : ½ Friedrich,Wiede         3
 6 Wege,Jochen            ½ : ½ Urban,Lars              4
10 Walther,Cliff          - : + Michalowski,Peter       5
11 Engel,Johannes         0 : 1 Weishaeutel,Moritz      6
14 Syed,Tareq             ½ : ½ Sieber,Stephan         11
16 Bagatsch,Thomas        0 : 1 Pichl,Michael          13

Empor Erfurt schien ein Gegner auf Augenhöhe zu sein – doch nach abermals vielen Absagen sank die Hoffnung auf Zählbares bereits im Vorfeld. Danke an Thommy, Tareq, Angelo und Cliff für ihren Einsatz.

Um 11:32 Uhr erschien Cliff, dessen Anreise aus London sich etwas verzögerte. Hm, wegen zwei Minuten über der Karenzzeit würden die Erfurter sich ja hoffentlich nicht mokieren. Taten sie auch nicht. Das erledigte das „Schiedsrichtergespann“ . Mein Vorschlag, die Partie doch stattfinden zu lassen, sollten sich Spieler und Mannschaftsführer dazu bereiterklären, wurde auch gar nicht erst erörtert.
0:1

Zu einem schnellen Remis kam Tareq.
½ : ½

Auch bei Stephan war wenig los.
½ : ½

Leon hatte, wie ich fand, im Mittelspiel eine schöne Stellung. Irgendwie ging es dann taktisch um.
0:1

Bei Angelo ging im Mittelspiel einiges Material verloren.
0:1

Markus hätte mattsetzen können, gab aber bei moderater Zeitnot die falschen Schachs.
0:1

Jochen hatte mit einer Mehrqualität für einen Bauern Gewinnaussichten, der Gegner verteidigte jedoch akkurat und aktiv.
½ : ½

Thomas verlor im Mittelspiel einige Bauern und konnte taktisch nichts ausrichten.
0:1

Danke an die Schachfreunde aus Nied für die Möglichkeit, den Wettkampf bei ihnen auszurichten!

Im Anschluss an den Mannschaftskampf fragte ich bei der Staffelleitung vorsichtig an, ob auf die Strafe für das freie Brett denn verzichtet oder sie zumindest reduziert werden könne. Unser Spieler kam ja gerade mal zwei Minuten zu spät. Dies wurde abschlägig beschieden. Denn Begriffe wie Fingerspitzengefühl oder Fairnessgedanke sei in der Turnierordnung selbstverständlich nicht vorgesehen. Wenig überraschend.

Wir hatten übrigens auch die Gelegenheit für einen Protest. Denn das Mobiltelefon des Erfurter Mannschaftsführer machte sich im Spiellokal bemerkbar, zudem beriet er einen seiner Spieler, während dieser am Brett saß. Aber wollen wir uns auf das gleiche Niveau begeben und uns damit unverdiente Punkte einheimsen? Nein, das wollen wir nicht.

Macht derzeit keinen Spaß in der Oberliga. Haben’s möglicherweise ja bald hinter uns.







20.11.
2016
1. Mannschaft / Runde 2 und 3
von Jochen


Same procedure as last year?

BvK Frankfurt – Wiesbadener SV   2 : 6
 1 De Visser,Leon         0 : 1 Chojnacki,Krzysztof     2
 2 Holvason,Juri          ½ : ½ Geske,Julian            3
 3 Koch,Markus            ½ : ½ Dubkov,Andrej           4
 6 Wege,Jochen            0 : 1 Nehmert,Ulrich          5
 8 Kues,Jarl-Hendrik      0 : 1 Gottschalk,Jens         6
 9 Rueger,Erhard          0 : 1 Minor,Samuel            8
14 Syed,Tareq             ½ : ½ Kayser,Felix            9
16 Bagatsch,Thomas        ½ : ½ Boehmer,Thomas         12

FB Mörlenbach-Birkenau – BvK Frankfurt
  5 : 3
 1 Kunin,Vitaly           1 : 0 De Visser,Leon          1
 2 Galdunts,Sergey        1 : 0 Holvason,Juri           2
 3 Legde,Georg            1 : 0 Koch,Markus             3
 5 Dittmar,Peter          1 : 0 Wendel,Stephan          4
 7 Felgendreher,Heiko     0 : 1 Wege,Jochen             6
11 Schaefer,Michael       1 : 0 Vollmar,Rainer          7
12 Wohlfart,Paulus,Dr.    0 : 1 Engel,Johannes         11
13 Schiffer,Steve         0 : 1 Barpiyeva,Gulsana      12

Gegen Mörlenbach und Wiesbaden gab es letzte Saison für uns drei satte Mannschaftspunkte, ganz wichtig im Abstiegskampf. Wäre erfreulich, könnten wir ähnliches wiederholen. Immerhin hatten wir Juri an Bord – doch da es gerade am Samstag zu viele Ausfälle zu beklagen gab, sollten die Hoffnungen auf Zählbares wohl eher auf Sonntag liegen.


2. Spieltag: BvK – Wiesbaden


Tareq hatte in der Eröffnung keinerlei Probleme, früh wurde Frieden geschlossen.
½:½

Bei Markus passierte nichts. In einer geschlossenen Stellung wurde Anfang des Mittelspiels remis vereinbart.
½:½

Henrik wurde im Wolga-Gambit von einem Abspiel überrascht, dass vor gut 20 Jahren mal aktuell war, heutzutage jedoch kaum mehr gespielt wird. Aus gutem Grund. Den man jedoch kennen sollte, am Brett ist das schwer lösbar. Henrik kannte ihn leider nicht.
0:1

Leon hatte im Mittelspiel eine schöne, aktive Stellung erlangt. Bei knapper Zeit griff er jedoch fehl und musste bald aufgeben.
0:1

Aus einer Réti-Eröffnung heraus ließ sich Erhard zu einem späteren d4 hinreißen. Keine clevere Idee, der Gegner erwies sich als Spezialist in der Leningrader Variante und konnte Erhard verdient überspielen.
0:1

Jochen hatte in einem damenlosen Mittelspiel großes Vergnügen daran, diverse Bauernschwächen zu belagern. Er übertrieb es leider mit der Prophylaxe, ließ zu viel gegnerische Aktivität zu und verlor sang- und klanglos im Endspiel.
0:1

Juri baute sich ambitionslos auf und kam ohne größere Probleme zu einem halben Punkt.
½:½

Thomas konnte seinen Gegner in einer scharfen Variante des Panow-Angriffs auf dem falschen Fuß erwischen. Der überwand die Komplikationen; in einem für Thomas leicht vorteilhaften Endspiel wurde sich schließlich auf remis geeinigt.
½:½

2:6. Immer noch keine Gewinnpartie in der Saison.



3. Spieltag: Mörlenbach – BvK


Die Mörlenbacher waren offenbar gut in Form, denn am Vortag hatten sie Neuberg besiegt. Könnte schwer werden.
 
Markus stand im Mittelspiel strukturell besser, versäumte jedoch, seinen König rechtzeitig wegzurochieren. Dies konnte der Gegner nutzen.
0:1

Rainer stand mit Schwarz mal wieder sehr gedrückt auf den letzten Reihen. Eine Position, die er eigener Aussage nach schon auf sehr viele unterschiedliche Arten verloren hat. Und heute kam eine weitere dazu.
0:1

Bei Stephan sah es nach der Eröffnung gut aus: Die Stellung war völlig ausgeglichen und barg ausreichend Potenzial, um auf Gewinn zu spielen. Leider verbrauchte er viel zu viel Zeit, die fehlte, als es kompliziert wurde.
0:1

Bitter die Niederlage von Juri. Er überspielte seinen Gegner überraschend locker und verfügte über zwei glatte Mehrbauern. Dann fiel er auf einen eher simplen taktischen Trick herein.
0:1

Wieder hielt Leon am Spitzenbrett gut mit, doch er konnte ein Schwerfigurenendspiel aufgrund der schlechteren Bauernstruktur nicht halten.
0:1

Die unterhaltsamste (positiv formuliert) Partie des Wochenendes gab es bei Jochen zu sehen. Nach der Eröffnung stand er total auf Verlust, doch nach einigen absurden Abenteuern konnte er die Partie noch drehen.
1:0

Angelo sorgte bald darauf für den nächsten vollen Punkt. Ich habe da leider nicht so viel mitbekommen, es schien jedoch, als habe er immer einen kleinen Vorteil gehabt und diesen schließlich verwertet.
1:0

Aller guten Dinge sind drei – auch Gulsana war erfolgreich. In einer Igel-Struktur opferte sie einen Bauern und erhielt dafür schönes Figurenspiel bei geschwächter gegnerischer Königsstellung. Letztendlich stand ein Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern auf dem Brett, das trotz ungleichfarbiger Läufer locker gewonnen war.
1:0

Leider nicht same procedure as last year.
Aber immerhin drei Gewinnpartien.
Darauf können wir aufbauen. Beziehungsweise müssen.









16.10.
2016
1. Mannschaft / Runde 1
von Jochen


Klare Sache

SF Neuberg – BvK Frankfurt   5½ : 2½
1 Lubbe,Nikolas          1 : 0 De Visser,Leon          1   
2 Lubbe,Melanie          1 : 0 Koch,Markus             3   
3 Kuenstler,Christian    ½ : ½ Karabalis,Harilos       5   
4 Wahedi,Ahmad Siar      ½ : ½ Wege,Jochen             6   
6 Seifert,Christopher    ½ : ½ Kues,Jarl-Hendrik       8   
7 Lutz,Klaus-Juergen,Dr. ½ : ½ Barpiyeva,Gulsana      12   
8 Schaffer,Hendrik       ½ : ½ Waffenschmidt,Joachim  13  
10 Hankel,Dennis         1 : 0 Goebel,Andreas         15

Gegen den Topfavoriten der Oberliga mussten wir ersatzgeschwächt antreten, so war eigentlich nur die Frage, wie hoch die Niederlage ausfallen würde.

Jochen war, obgleich ELO-Favorit (einen satten Punkt mehr als Siar Wahedi), nicht in Kampfesstimmung. Gerade mal fünf Züge wurden gespielt.
½:½

Nicht viel länger, aber deutlich interessanter war Harilos‘ Partie. Nachdem die Komplikationen in der Eröffnung überstanden waren, hatte er die besseren Aussichten. Was sich allerdings erst in der Analyse herausstellte.
½:½

Ähnlich war es bei Joe. Hier war allerdings klar, dass er das Eröffnungsduell für sich entschied; die deutlich höhere ELO-Zahl des Gegners überzeugte ihn jedoch zu frühem Friedensschluss.
½:½

Nikolas Lubbe hatte sich hervorragend auf die Partie eingestellt, einige der vorbereiteten Varianten gingen tief ins Endspiel. Leon lief dann auch zielsicher in die Vorbereitung. Für eine Qualität erhielt er zwei scheinbar gefährliche Freibauern, die sich schnell als komplett harmlos erwiesen.
0:1

Ärgerlich war die Niederlage von Markus im nunmehr dritten Duell gegen Melanie. In strukturell leicht besserer Position stellte er durch eine nicht allzu schwer zu sehende Gabel einen Turm ein.
0:1

Bei seinem Debüt für BvK kam Hendrik zu einem halben Punkt. Es schien mir nicht der typische Stellungstyp für ihn zu sein, allerdings hatte er wohl auch keine größeren Probleme zu bewältigen. Wobei ich von dieser Partie wenig mitbekam.
½:½

Big G musste nicht verlieren. Im Mittelspiel geriet er unter Druck, konnte sich aber sukzessive befreien und stand dann seinerseits besser. Bis er die Partie vergleichsweise simpel einstellte.
0:1

Noch keine vier Stunden waren zu dem Zeitpunkt gespielt, und Gulsana bemühte sich um Ergebniskosmetik. Ein schlechteres Endspiel behandelte sie stark und konnte sich schließlich eine Festung aufbauen. Da ging nichts – lieber KJ, die letzten 90 Minuten der Partie hätten wir uns auch sparen können.
½:½

Damit also 2½ : 5½.
Zwar Tabellenletzter, doch damit können wir leben.









Aus traurigem Anlass:

Nachruf: Alfred Beha 1940 – 2016
von Helmut und Tareq
Als uns Ende August die Nachricht erreichte, dass unser von uns allen geschätzter Teamsenior Alfred Beha an den Folgen eines Schlaganfalles verstorben ist, konnten wir es kaum glauben. Nach längerer Spielpause hatte Alfred in der Schlussrunde der abgelaufenen Saison beim sportlich bedeutungslosen Heimspiel gegen Langen am Brett gesessen, dabei am längsten von allen gekämpft, und niemand hätte zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass dies sein letzter Einsatz für uns gewesen sein könnte. Im Gegenteil, wir gingen davon aus, ihn jetzt wieder öfter in unseren Reihen zu sehen und, wie in den vergangenen zehn Jahren, mit ihm bei unseren obligatorischen „Nachsitzungen“ im Ha-Ka zusammen sein zu können.

Für einige von uns reicht die persönliche Bekanntschaft mit Alfred aber noch sehr viel weiter zurück, bis in die Mitte der siebziger Jahre, wo er beim Blitzen im Grüneburgpark so manches nachwachsende Talent mit den Feinheiten des königlichen Spiels vertraut machte – übermäßige Unterschiede in der Spielstärke glich er dabei unter anderem durch die Anwendung des Elefantengambits aus. Alfred war zu diesem Zeitpunkt längst ein starker, für das ambitionierte Team von Grünweiß Frankfurt aktiver Spieler, der, wenn man so will, bereits seine eigene Geschichte in der regionalen und überregionalen Schachszene mitbrachte.

Alfreds Frühphase als echter Schach-Enthusiast erreichte nämlich schon Anfang der sechziger Jahre einen Höhepunkt, als er beim SC 1954 Ober-Roden (heute SC Rödermark-Eppertshausen, in den letzten beiden Spielzeiten einer unserer Gegner in der Verbandsliga Süd) zu einer prägenden Vereinsfigur wurde. Er war dort von 1962 bis 1968 aktiv und dominierte, wie uns die Schachfreunde aus Rödermark zu berichten wissen, das damalige Vereinsgeschehen fast nach Belieben; Alfred wurde mehrfacher Vereinsmeister, Vereinsblitzmeister und Vereinspokalsieger. Vor allem aber rettete er den an Auflösungserscheinungen leidenden Verein, indem er gleich ab seiner ersten Saison alle möglichen Vereinsämter übernahm und auch die erste Vereinszeitung des Klubs, den en Passant, ins Leben rief. In der Vereinschronik auf ihrer Webseite würdigen die Mitglieder des Rödermarker Schachklubs sein Engagement und seinen gleichzeitigen sportlichen Erfolg, indem sie die Jahre 1962-1968 schlicht als „Ära Alfred Beha“ zusammenfassen.

Dass Alfred ein hervorragender Organisator war, kam später auch anderen Vereinen, in denen er spielte, zugute. Nach der Fusion von Grünweiß mit FTG Frankfurt sorgte er zum Beispiel für eine wichtige Verstärkung der Oberligamannschaft von FTG, indem er den Einsatz des litauischen Titelträgers Povilas Lasinskas ermöglichte. Er selbst spielte in dieser Zeit sowohl für die Erste als auch die Zweite Mannschaft der FTG und galt allen als zuverlässig agierender Routinier, der bei seinen Oberligaeinsätzen auch sehr starker Gegnerschaft Paroli bieten konnte.

Bei der Fusion von FTG mit Brett vor’m Kopp stand Alfred dann bereits im Rentenalter, erwies sich aber weiterhin als wichtige Stütze der Zweiten Mannschaft. Seine Weißpartien legte er grundsolide an, hier galt seine Vorliebe 1.Sf3 bzw. der Englischen Partie oder Übergängen in andere geschlossene Systeme. Den „jungen“ Alfred Beha hingegen bekam man mit schöner Regelmäßigkeit in seinen Schwarzpartien zu sehen, denn hier ging er gegen 1.d4 und besonders gegen 1.e4 sehr viel schärfer zur Sache, indem er Grünfeld-Indisch bzw. in der Spanischen Partie das Jänisch-Gambit auspackte. Seine Spielweise brachte einen universellen Stil zum Ausdruck; Alfred schien sich in geschlossenen Positionspartien ebenso wohl zu fühlen wie in offenen, taktisch zugespitzten Stellungen.

Es war immer ein gutes Gefühl, wenn Alfred dabei war. Nicht nur, dass er der Mannschaft durch seine Erfahrung und seine konstant starken Leistungen Stabilität verlieh, vor allem war es die angenehme Ruhe, die er jederzeit ausstrahlte. Alfred war ein echter Gentleman, ein Teamsenior, wie man ihn sich besser nicht vorstellen kann. Wir hätten uns gewünscht, ihn noch lange in unseren Reihen begrüßen zu dürfen; wir werden ihn vermissen und immer gerne an die gemeinsam mit ihm verbrachten Stunden zurückdenken.








27.08.
2016
Saisonausblick 2016/2017 1. Mannschaft
von Jochen


Premiere: drei Vereine aus Frankfurt (W) in der Oberliga!

Nachdem Nied sich doch noch knapp gerettet hat und der Frankfurter TV aus der Hessenliga hochkam, ist Frankfurt nunmehr mit drei Vereinen in der Oberliga vertreten. Für BvK wird es wohl schwer, seine Vormachtstellung in der Stadt zu verteidigen.

Hier ein Überblick über alle Teams, wie immer mit dem ELO-Durchschnitt der ersten acht Bretter:

Empor Erfurt, 2196
Mannschaftsinterne Querelen hätten Empor in der Vorsaison beinahe den Ligaverbleib gekostet. Daher wurden die oberen Bretter neu gemischt; von der Spielstärke her sollte der Klassenerhalt gelingen.
Unteres Mittelfeld

Medizin Erfurt, 2172
Schön, nach langer Abstinenz mal wieder Medizin Erfurt in der Liga begrüßen zu können! Und sogar Auswärtsspiel dort. Leider Einzelrunde. Dennoch sollte die Testreihe, welche Art von Wodka am Vorabend dem Spiel förderlich ist und welche nicht, unbedingt fortgeführt werden.
Abstiegskandidat

BvK Frankfurt, 2221
Der hohe ELO-Schnitt täuscht, denn es wird wohl nicht der Normalfall sein, die kompletten ersten Acht auch ans Brett zu bringen. Daher sollte auch die Ersatzbank höchst motiviert sein.
Abstiegskandidat

Frankfurter TV, 2197
Den Aufsteiger hätte ich mit seiner jungen Mannschaft ohnehin nicht als Abstiegskandidaten auf dem Zettel gehabt, mit IM Telljohann als Neuzugang erst recht nicht.
Mittelfeld

Kassel, 2257
Sehr ausgeglichen präsentieren sich die Nordhessen. Da sollten sowohl nach oben als nach unten überhaupt keine Sorgen bestehen.
Mittelfeld

Marburg, 2209
Nichts Neues auch bei Marburg. Müssen nur etwas mehr aufpassen als Kassel.
Mittelfeld

Mörlenbach, 2300
Vom ELO-Schnitt könnte man den Mörlenbachern zutrauen, im Aufstiegskampf mitzumischen. Doch dafür sind die Leistungen traditionell zu unkonstant. Auch wenn sie mal eine Topmannschaft bezwingen, lassen sie an anderer Stelle Punkte liegen.
Oberes Mittelfeld

Neuberg, 2318
Mit viel Pech aus der 2. Liga abgestiegen, siehe auch den schönen Artikel:
http://www.lubbe-schach.de/events/2016/rückblick-2-bl-endrunde/ 
Keine Abgänge zu verzeichnen, daher wird der Aufstieg nur über Neuberg gehen.
Aufstiegsaspirant

König Nied, 2179
Knapp konnten die tapfer kämpfenden Nieder in der Vorsaison die Klasse halten. Trotz gegenteiliger Versprechungen seitens der Ligaleitung leider kein Reisepartner von uns. Schade, war nett mit euch in der Kneipe in Erfurt. Trotz eines gewichtigen Neuzugangs weiterhin:
Abstiegskandidat

Oberursel, 2311
Ohne nachgezählt zu haben: Oberursel hat in der Liga die größte Dichte an Titelträgern. Um um den Aufstieg mitspielen zu können, fehlt der nötige Hunger. Aber wer weiß, vielleicht beweisen sie ja mal das Gegenteil.
Oberes Mittelfeld

Sangerhausen, 2180
Diesmal wieder in der Weststaffel. Mit dem dritten Platz wie in der Vorsaison in der OLOA wird es wohl diesmal nichts.
Abstiegskandidat

Wiesbaden, 2329
Aufgerüstet. Will die Truppe doch noch mal in die zweite Liga? Wenn die Topleute regelmäßig spielen und kampflose Nullen vermieden werden, könnte es spannend werden.
Aufstiegsaspirant


Und mein Tipp für die Abschlusstabelle:

1. Neuberg
2. Mörlenbach
3. Wiesbaden
4. Oberursel
5. Frankfurter TV
6. Kassel
7. Marburg
8. Empor Erfurt
9. BvK Frankfurt
10. Sangerhausen
11. Nied
12. Medizin Erfurt

Und, haben wir nicht jemanden vergessen? Wurden etwa unsere Wünsche erhört und der SK Gießen in die Oststaffel versetzt?! Nein – sie haben ihre Chancenlosigkeit in der Oberliga eingesehen und zurückgezogen. Wir werden sie vermissen. Also die zwei Mannschaftspunkte, versteht sich.